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Urlaub in diesen Zeiten

Eine Woche raus: Die Lichtblick-Aktion der Sächsischen Zeitung hat es Behinderten aus Pirna, Sebnitz und Neustadt ermöglicht.

Wieder da: Petra Kiehle (3.v.l.) und Alexander Kwak (r.) mit anderen der Reisegruppe.
Wieder da: Petra Kiehle (3.v.l.) und Alexander Kwak (r.) mit anderen der Reisegruppe. © Daniel Schäfer

Urlaub in diesen Zeiten? 30 Frauen und Männer hatten Glück. Sie kamen von ihrem fünftägigen Urlaub noch vor Inkrafttreten der neuen Corona-Regelungen zurück. Es war aber nicht nur deshalb ein besonderer Urlaub. 

Die Ausfahrten sind für die Behinderten oft der Höhepunkt des Jahres. Viele von ihnen leben in Einrichtungen, andere bei ihren Eltern. So wie das "Urlaubskind" von Petra Kiehle. Die Pirnaerin gehört zu den Betreuern, ohne die diese Reisen nicht möglich wären, und hat es selbst nicht einfach. "Doch wenn ich mein Urlaubskind lachen sehe, gibt mir das auch wieder viel Kraft."

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Das Kind ist zwar schon über 50, aufgrund ihrer geistigen Behinderung wie einige andere aber eben wie ein Kind. "Da muss man aufpassen, dass sie sich regelmäßig duschen, das T-Shirt wechseln", sagt Petra Kiehle. Das würde bei einer "normalen" Reise niemand machen, sagt Alexander Kwak. Der Sozialarbeiter der Diakonie organisiert die Reisen, sodass sie für die Behinderten und ihre Begleiter passen. Kwak kennt sie alle und weiß, was er ihnen zumuten kann und wie er sie gleichzeitig fordern kann, damit die Woche am Ende allen gut tut. 

Nächstes Jahr wieder dabei

Das bedeutet ein abwechslungsreiches, aber nicht zu anstrengendes Programm, beachten der Barrierefreiheit und natürlich die Finanzen. Bei Letzterem hat diesmal auch die Lichtblick-Stiftung der Sächsischen Zeitung geholfen, indem sie die Kosten für den Reisebus übernahm. 

Ziel für die Reisegruppe war die christliche Ferienstätte im vogtländischen Reudnitz. Von dort wurden Ausflüge unter anderem in den Geraer Zoo, zur Göltzschtalbrücke,  zu einer Falknerei nach Plauen und auf den Kuhberg unternommen. Abends ging es dann ins Schwimmbad der Ferienstätte. Am letzten Tag der Woche, die unter dem Motto "Mit Abstand wieder füreinander da sein“ stand, wurde noch ein Gottesdienst gefeiert.

So geht die Hilfe

Die Stiftung Lichtblick veranstaltet dieses Jahr die 25. Spendensaison für unschuldig in Not geratene Menschen.

  • Die Spenden können mit der Printausgabe der Sächsischen Zeitung beiliegenden  Überweisungsträgern oder online über www.lichtblick-sachsen.de/jetztspenden überwiesen werden.
  • Der Überweisungsbeleg gilt bis 200 Euro als Spendenquittung. Für größere Überweisungen senden wir bei Angabe der Adresse eine Quittung.
  • Hilfesuchende wenden sich bitte an Sozialeinrichtungen ihrer Region wie Diakonie, Caritas, DRK, Volkssolidarität, Jugend- und Sozialämter.
  • Die Sächsische Zeitung veröffentlicht automatisch die Namen der Spender. Wer anonym spenden will, vermerkt beim Verwendungszweck „Anonym“.
  • Erreichbar ist Lichtblick telefonisch Dienstag und Donnerstag von 10 bis 15 Uhr unter 0351/4864 2846, Fax - 9661. E-Mail: [email protected] Post: Sächsische Zeitung, Stiftung Lichtblick, 01055 Dresden www.lichtblick-sachsen.de 
  • Konto-Nummer: Ostsächsische Sparkasse Dresden, BIC: OSDDDE81, IBAN: DE88 8505 0300 3120 0017 74

Zum Erholungs- und Urlaubseffekt gehört auch, dass die Behinderten aus Pirna, Neustadt und Sebnitz neue Kontakte knüpfen, die sie oft auch danach weiter pflegen, sagt Alexander Kwak. So wie bei Petra Kiehle und ihrem "Urlaubskind".  Auch andere rufen sie danach oft noch an. Das ist Ablenkung von den eigenen Sorgen und Freude, sagt Petra Kiehle. In so einer gemeinsamen Woche lernt man sich viel besser kennen und erfährt unter einander viel Wertschätzung, ist auch die Erfahrung von Alexander Kwak. "Das gibt wieder Mut und Antrieb für den nicht immer einfachen Alltag." Nicht zuletzt entlasten so ein paar Tage auch wieder die Angehörigen der Behinderten. Viele sagen nach so einer Woche: Nächstes Jahr fahre ich wieder mit. Auch Petra Kiehle. 

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