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SOE: Drei Wünsche der Schüler

Neues Schuljahr, neue Schule: Wer an Oberschule oder Gymnasium wechselt, muss mit einer Absage rechnen. In diesem Jahr geschah das im Kreis öfter als zuvor.

Drei Wünsche haben Schüler, wenn es um die Schule ab der fünften Klasse geht. Immer öfter wird erst der zweite oder dritte erfüllt.
Drei Wünsche haben Schüler, wenn es um die Schule ab der fünften Klasse geht. Immer öfter wird erst der zweite oder dritte erfüllt. © dpa

Freie Schulwahl heißt nicht, dass jeder Schüler an seine Wunschschule gehen kann. Bei den Grundschulen gelten außer für Freie Schulen die vorgeschriebenen Grundschulbezirke, bei den Oberschulen und Gymnasium setzen die Kapazitäten der Schulen grenzen. Deshalb können bzw. müssen auch drei Wünsche angegeben werden, wenn sich Viertklässler für das fünfte Schuljahr an Oberschule oder Gymnasium anmelden.

Für das neue Schuljahr können dabei weniger Erstwünsche erfüllt werden als im vergangenen Jahr. Welche Schulen dieses Jahr besonders gefragt sind und wohin die Schüler nun gehen.

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Oberschulen: 60 Schüler zu viel

60 Schüler können im neuen Schuljahr nicht an die Schule gehen, an die sie am liebsten wollten. Die Oberschulen Bad Gottleuba und Wilsdruff können jeweils 20 Schüler nicht aufnehmen, die Pirnaer Pestalozzi-Schule musste zwölf Absagen verschicken und die Dippoldiswalder Schule acht.

Drei der Gottleubaer und Pirnaer Interessenten gehen nun entsprechend ihrem Zweitwunsch an ein Gymnasium. Die anderen Betroffenen wurden an ihre Zweit- oder Drittwunsch-Schulen vermittelt. Das sind vor allem die Dohnaer Oberschule und die Goethe-Schule in Pirna, zwei Schüler lernen künftig in der 88. Oberschule in Dresden.

Auch von den 28 in Wilsdruff und Dippoldiswalde nicht angenommenen Schülern wechseln zwei ans Gymnasium. Die anderen teilen sich auf insgesamt vier Schulen auf: die Oberschulen in Freital-Hainsberg, Freital-Potschappel und Schmiedeberg sowie die Evangelische Oberschule Klipphausen.

Im vergangenen Schuljahr waren lediglich die Pestalozzi-Oberschule Pirna und die Bannewitzer Schule mit den Anmeldungen überfordert. Während das Problem in Pirna nach wie vor besteht, war Bannewitz dieses Jahr nicht betroffen. Das Problem hat jedoch auch eine positive Seite: Es spricht für die Beleibtheit der Schulen.

Gymnasien: 24 Schüler umgelenkt

Bei den Gymnasien sind es dieses Jahr zwei, die mehr Anmeldungen als Platz hatten. Jeweils zwölf Schüler erhielten vom Pirnaer Herder-Gymnasium und vom Wilsdruffer Gymnasium eine Ablehnung. Für die Pirnaer sind die Alternativen das Schiller- und das Heidenauer Gymnasium. Die zwölf Wilsdruffer teilen sich auf das Weißeritzgymnasium Freital, das Franziskaneum Meißen, das Gymnasium Nossen sowie die Gymnasien Dresden-Gorbitz und Dresden-Cotta auf, was jeweils die Dritt-Wünsche der Schüler waren.

Auch bei den Gymnasiasten mussten sich damit dieses Jahr mehr Schüler umorientieren. Im vergangenen Jahr hatte es nur in Wilsdruff zu viele Interessenten gegeben.

Bisher keine Klagen im Landkreis

Die Absagen enttäuschen Schüler und Eltern erst einmal. Wenn auch Zweit- und Drittwunsch nicht erfüllt werden, können sie sich an einer Schule mit noch freien Kapazitäten anmelden. Sie können sich auch auf die Nachrückerliste ihrer Erstwunsch-Schule setzen lassen, was jedoch keine Sicherheit bietet. Schließlich bleibt noch, Widerspruch gegen die Schulaufnahme einzulegen bzw. zu klagen. Bisher konnten alle Fälle gelöst werden, heißt es aus dem Landesamt für Schule und Bildung. Es habe bisher noch keine Klage aus dem Landkreis gegeben.

In der Vergangenheit spielte immer wieder der lange Schulweg bei Problemen zur Schulwahl eine Rolle. Nach einem Urteil des Sächsischen Oberverwaltungsgerichtes vom April 2009 gilt für Oberschüler und Gymnasiasten ein Schulweg von Haustür zu Schultür von bis zu einer Stunde mit mehrfachem Umsteigen als zumutbar. Das wird vor allem bei Schülern aus ländlichen Bereichen zum Problem. Das Landesschulamt versichert jedoch, dass man sich im Interesse der Kinder in Einzelfallprüfungen um eine Unterschreitung dieses Zeitrahmens bemühe.

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