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Pirna: Der schönste Schulgarten

Der Tafel-Garten an der Gottleuba hat zwei Aufgaben, die nichts mit Schule zu tun haben. Trotzdem sind die Lessing-Schüler Stammgast - und weitere willkommen.

Herbstliche Blütenpracht im Pirnaer Tafelgarten: Jan Deelen ist hier der Chef.
Herbstliche Blütenpracht im Pirnaer Tafelgarten: Jan Deelen ist hier der Chef. © Norbert Millauer

Die Viertklässler der Lessing-Grundschule haben den schönsten, besten und größten Schulgarten, den man sich vorstellen kann. Sie brauchen nur über die Straße und ein paar Meter laufen und sie sind da. So wie am Montag. Da führte sie das Sandstein-Projekt in den Tafelgarten an der Gottleuba. In einen Sandsteinblock meißeln sie ihre Namen. Danach sitzen sie im Grünen Klassenzimmer. Die Lessing-Schüler gehören zu den Stammgästen im Garten. Am 16. September kommen noch mehr. Für den Tag der offenen Tür haben sich insgesamt 180 Schüler angemeldet, sagt Leiter Jan Deelen. Auch andere Besucher sind an diesem Tag herzlich willkommen.

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Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

Der Garten hilft doppelt. Einerseits beliefert er die Pirnaer Tafel, andererseits gibt er jährlich zwischen April und Oktober zwölf Langzeitarbeitslosen eine Aufgabe. Geführt wird der Garten vom Berufsbildungswerk des Sächsischen Garten-, Landschafts- und Wasserbaus Borthen.

Neben dem, was jedes Jahr angebaut wird, wie Kopfsalat, Bohnen und Gurken wird auch immer wieder etwas Neues probiert. Zuckermais und Physalis zum Beispiel. Die Paprika haben dieses Jahr etwas Zeit gebraucht. Nun hängen zwar Früchte, ob sie noch ausreichend reifen, hängt vom Wetter der nächsten Tage ab. Pflaumen gibt es auch, aber nur einen Baum.

Die diesjährige Ernte-Hitliste:

  • 210 Kopfsalate
  • 305 Kilogramm Buschbohnen
  • 75 Bund Radieschen mit jeweils sechs bis sieben Radieschen

Manches funktioniert auf den Böden und bei den Schädlingen auch nicht. So zum Beispiel Blumen- und Rosenkohl sowie Kohlrabi. Trotzdem ist die Menge, die der Garten der Tafel jährlich zur Verfügung stellt, über die Jahre konstant, sagt Deelen. Er kümmert sich um den kaputten Rasenmäher und die Arbeit für die Leute, hat die Fruchtfolgen im Kopf und muss immer wieder sehen, wie er mit dem Geld hinkommt. Schließlich gilt es, auch die Tafeln, das Grüne Klassenzimmer, die Wege und den Garten als Ganzes in Ordnung zu halten und zu gestalten.

Noch mehr Schulen willkommen

Die Lessing-Schüler kommen bald wieder, auch nach dem Sandstein-Projekt, sagt Lehrerin Simone Hensel. "Wir haben noch Kapazität für mehr Schulen", sagt Jan Deelen. "Die Möglichkeiten in unserem Garten sind groß." Und neben dem Gärtnerischen, Künstlerischen und Spielerischen erfahren die Schüler auch noch etwas über soziale Verantwortung.

Tag der offenen Tür, 16. September, 9 bis 13 Uhr, An der Gottleuba 2, Pirna.

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