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Pirna zeigt wieder Flagge für Toleranz

Erneut weht die Regenbogenflagge am Rathaus. Die Hissung im Beisein sächsischer Politik-Prominenz ist der Auftakt einer CSD-Themenwoche.

Katja Meier (l.), Bündnis 90 / Die Grünen, Justizministerin in Sachsen und CSD-Vorsitzender Christian Hesse aus Pirna hissen mit anderen Politikern die Regenbogenflagge am Pirnaer Rathaus.
Katja Meier (l.), Bündnis 90 / Die Grünen, Justizministerin in Sachsen und CSD-Vorsitzender Christian Hesse aus Pirna hissen mit anderen Politikern die Regenbogenflagge am Pirnaer Rathaus. © Daniel Förster

Eigentlich sollte es in diesem Jahr so richtig knallen. Geplant war der zehnte Christopher Street Day in Pirna. Doch die schrille und bunte Party fiel Corona zum Opfer. Bereits zum zweiten Mal. Auch im vergangenen Jahr musste die große Party wegen der Pandemie auf dem Marktplatz abgesagt werden.

Justizministerin ist am Start

Der Verein Christopher Street Day (CSD) Pirna zeigt dennoch Flagge. Am Sonntag wurden am Pirnaer Rathaus Regenbogenflaggen und die Transgenderfahne gehisst. Mit von der Partie war diesmal unter anderem die sächsische Justizministerin Katja Meier (Bündnis 90/Grüne). Während der Zeremonie versprach Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) vor den gut 70 Versammelten, dass auch in den kommenden zehn Jahren die Regenbogenfahne in Pirna aufgezogen werde.

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Das Hissen der bunten Flaggen für Toleranz und gegen Diskriminierung war gleichzeitig der Auftakt der zweiwöchigen CSD-Themenwoche, die den queeren CSD ersetzen. "Wir wollen deutlich machen, dass die Regenbogenflagge nicht aus Pirna verschwindet", erklärt Christian Hesse. Er ist der Vorsitzende des Vereins CSD Pirna. Bis einschließlich zum 17. Juli lädt der CSD Pirna zu verschiedenen Veranstaltungen ein und arbeitet dabei eng mit anderen Pirnaer Vereinen zusammen. Geplant sind u. a. Diskussionsrunden, Vorträge, Filmabende. Ausstellungen werden beispielsweise im Uniwerk und im Internationalen Begegnungszentrum gezeigt. Die AG Asylsuchende lädt zu einem Lagerfeuer an der Elbe ein, wo ein Geflüchteter über seine Erlebnisse und Erfahrungen spricht.

Gedanken an homosexuelle KZ-Häftlinge

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Der Aktionsnachmittag am 15. Juli liegt Christian Hesse dabei besonders am Herzen. "Um 15.30 Uhr machen wir einen thematischen Rundgang in der Gedenkstätte auf dem Sonnenstein. Dort geht es um die Ermordung homosexueller KZ-Häftlinge. Danach treffen wir uns und werden gegen das Vergessen ein Stück der Gedenkspur erneuern. Mit einem Regenbogen gesprüht auf sechs Meter Fläche wollen wir an jene Menschen erinnern, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung während des Nationalsozialismus umgebracht wurden", sagt Hesse.

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