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Die Spur der Schmierer

Graffitis gab es immer mal in Bad Gottleuba-Berggießhübel. So massiv aber wie jetzt noch nicht. Die Stadt hat Anzeige gestellt - und zwei Beschäftigte entlassen.

Einer der Tatorte der Schmierer in Bad Gottleuba-Berggießhübel: Dieses Verkehrszeichen.
Einer der Tatorte der Schmierer in Bad Gottleuba-Berggießhübel: Dieses Verkehrszeichen. © Marko Förster

Die erste Amtshandlung in diesem Jahr: Eine Anzeige bei der Polizei. Die Amtsverweserin von Bad Gottleuba-Berggießhübel, Madlen Rätze (CDU), hat damit auf die Schmierereien an insgesamt 13 Stellen des Kurortes reagiert. Es wird davon ausgegangen, dass der oder die Täter in der Nacht von Silvester auf Neujahr unterwegs waren.

Sie tobten sich unter anderem an Wänden, in Parks und meist etwas abgelegenen Anlagen aus. Darunter sind auch Müllcontainer, Türen sowie Verkehrszeichen. Verfassungsfeindliche Symbole wurden nicht verwendet, sagt Rätze. Die Nutzung der betroffenen Objekte sei ihr zufolge durch die Schmierereien nicht eingeschränkt. Verkehrszeichen sind jedoch nicht mehr in ihrer eigentlichen Bedeutung erkennbar. Die Höhe des Schadens sei noch nicht bekannt. Graffitis gab es immer mal wieder, doch in diesem Ausmaß gleichzeitig bisher nicht. Hinweise zu den Tätern fehlen, was Ermittlungen der Polizei erschwert. Oft kann in vergleichbaren Fällen kein Verantwortlicher ermittelt werden.

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Zwei Ordnungshüter weniger

Die Entlassung von zwei Beschäftigten des Vollzugsdienstes steht zwar nicht in Zusammenhang mit den Schmierereien, wirft aber dennoch die Frage nach dem Warum auf. Die Entscheidung, die Anstellungsverhältnisse der beiden Beschäftigten des Vollzugsdienstes nicht zu verlängern, habe der Stadtrat nichtöffentlich getroffen. Deshalb könne sie dazu keine weiteren Angaben machen, sagt Rätze. Auch zu möglichen Alternativen für die Abarbeitung der Aufgaben bzw. ob diese weniger geworden sind, äußert sie sich nicht. Mitarbeiter des Vollzugsdienstes sind unter anderem für die Einhaltung von Regeln im ruhenden Verkehr, also das Parken, für Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit sowie auch für Umweltfragen zuständig. Zudem ist die sogenannte Ortspolizeibehörde im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaften auch für Bahretal und Liebstadt zuständig. Die zwei Mitarbeiter waren als Unterstützung befristet eingestellt worden.

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