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Pirna

Markt der Kulturen im neuen Format

Weil das große Pirnaer Fest im Frühjahr ausfiel, gibt es jetzt ein Alternativprogramm zu einem speziellen Anlass - über vier Wochen hinweg.

Markt der Kulturen 2019 in Pirna: Die Idee lebt in diesem Jahr in anderer Form auf.
Markt der Kulturen 2019 in Pirna: Die Idee lebt in diesem Jahr in anderer Form auf. © Archiv: Marko Förster

Wie so vielen Großveranstaltungen machte die Corona-Pandemie auch dem Markt der Kulturen einen Strich durch die Rechnung, der traditionell im Frühjahr in Pirna gefeiert wird. 

Das große Fest fiel aus, dennoch wollte der Verein "Aktion Zivilcourage" (AZ), Hauptorganisator des Festes, dieses Jahr nicht völlig ereignislos verstreichen lassen. "Wir haben schon seit längerer Zeit überlegt, was wir stattdessen machen können, um die Idee aufleben zu lassen", sagt AZ-Referentin Ulla Stägemann-Lungwitz. 

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So reifte die Idee, verschiedene Veranstaltungen in die interkulturelle Woche, die bundesweit vom 27. September bis 4. Oktober stattfindet, zu integrieren. Herausgekommen ist nun ein Alternativprogramm, das sich über vier Wochen erstreckt - vom 20. September bis zum 17. Oktober. 

Diese Veranstaltungsreihe wird von einem breiten Bündnis vorbereitet und getragen, das sich im Bereich Integration in Pirna engagiert. Üblicherweise stellen sich diese Vereine und Initiativen alljährlich beim Markt der Kulturen vor, der aber nicht in gewohnter Form stattfinden konnte. "Dennoch bestand der Wunsch, Themen wie Weltoffenheit und Vielfalt anzuregen und zu fördern und sich mit ihnen auseinanderzusetzen", sagt Ulla Stägemann-Lungwitz. 

Zum Auftakt gibt es am 20. September einen evangelischen Gottesdienst in der Pirnaer Stadtkirche St. Marien zur interkulturellen Woche. Offiziell eröffnet wird die neue Veranstaltungsreihe dann am 28. September im Pirnaer Rathaus mit dem Vortrag "Neutralitätsgebot in der Bildung"  mit Dr. Hendrik Kremer vom Deutschen Institut für Menschenrechte. 

Davor und danach sind ganz unterschiedliche Angebote an verschiedenen Orten geplant, so unter anderem im Begegnungszentrum auf der Langen Straße, im Copitzer Berufsschulzentrum, bei der Freien Evangelischen Gemeinde auf dem Sonnenstein, in der Volkshochschule, im Stadtmuseum und beim Uniwerk in der alten Feuerwache auf der Oberen Burgstraße. 

Nach Aussage der AZ veranstaltet unter anderem die AG Asylsuchende mehrere Workshops und drei Filmcafés. Gezeigt werden dabei ausgewählte Dokumentationen des Medienprojekts Wuppertal. Dazu gehört der Streifen "Fremdfühlen", ein Film über junge Menschen verschiedener kultureller Hintergründe in Deutschland. Die Volkshochschule plant Vorträge über Mexiko und Chile, im Stadtmuseum gibt es eine Lesung und einen Vortrag über die Flüchtlingslager in Pirna und Graupa in den Jahren 1945 bis 1949. 

Innerhalb der tschechisch-deutschen Kulturtage beteiligt sich auch der Verein "Uniwerk" an dem Programm, er lädt zu Filmabenden und Konzerten ein. 

Darüber hinaus enthält das Programm auch mehrtägige Angebote, so unter anderem die Online-Fotoaktion "ZUHAUSEindeutschland" der Awo Sonnenstein und der Caritas.  Darüber hinaus lässt sich bei Rundgängen erkunden, welche Bäume in Pirna ausländische Wurzeln haben - und welche nicht. 

Den Abschluss des interkulturellen Programms bildet ein großes Straßenfest am 17. Oktober bei der Freien Evangelischen Gemeinde auf dem Sonnenstein.

Das gesamte Programm mit Daten, Uhrzeiten und Orten findet sich auf der Internetseite www.madeku.de/ikw/.

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