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Sebnitz

Wehlener sammelt für krebskranken Freund

Jan Lorenz, Inhaber der Miniaturwelt Kleine Sächsische Schweiz in Dorf Wehlen, ist in großer Sorge um seinen Freund. Er hofft auf Unterstützung durch Spenden.

Jan Lorenz (rechts) von der Miniaturwelt Kleine Sächsische Schweiz in Dorf Wehlen mit seinem Freund Tino.
Jan Lorenz (rechts) von der Miniaturwelt Kleine Sächsische Schweiz in Dorf Wehlen mit seinem Freund Tino. © privat

Sie haben schon im Kindergarten zusammen gespielt - Jan Lorenz und sein Freund Tino. Doch jetzt ist Tino schwer krank und braucht Hilfe. Für den Chef der Miniaturwelt Kleine Sächsische Schweiz in Dorf Wehlen keine Frage, dass er ihm auch jetzt in schweren Zeiten zur Seite steht. Er unterstützt die Aktion GoFundMe der Mutter von Tino und sammelt Spenden.

Tino ist im Oktober 2018 an Krebs erkrankt, an seiner Nase wächst ein bösartiger Tumor, ein Plattenepithelkarzinom, auch auch Spinaliom oder Stachelzellkarzinom genannt. Es ist die zweithäufigste Form von Hauttumoren.

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Krankenkasse zahlt Behandlung nicht

Seine Familie hat die Diagnose kalt erwischt. Tino ist Vater von zwei Söhnen, ein lebensbejahender Mensch. Die Diagnose hat alle, die ihm nahestehen, regelrecht aus der Bahn geworfen. Aufgeben wollte und will er nicht, unterzog sich langwierigen Behandlungen. Das Problem: Eine erfolgversprechende Operation ist in seinem Fall nicht möglich. Der nächste Schock für die Familie.

Inzwischen hat er mehrere sogenannte regionale Chemo-Therapien hinter sich, die nicht von der Krankenkasse bezahlt werden. Der Grund dafür ist, dass die regionale Chemotherapie nicht in den Leitlinien zur Krebsbehandlung oder im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten ist. Die Kosten muss die Familie allein tragen. Krankenkassen zahlen nur für sogenannte systemische Chemo-Therapien. In seinem Fall helfen die jedoch nicht. Er braucht eine viel höhere Dosierung.

Tumor breitet sich weiter aus

Schulmedizinisch gilt Tino als austherapiert. Für ihn eigentlich das Todesurteil. Doch seine Familie und er haben entschieden, die Therapie fortzusetzen. Die Behandlung ist noch nicht abgeschlossen und der Tumor breitet sich weiter aus. Um zu überleben, sind dringend weitere Therapien nötig.

Nach drei Immuntherapie-Behandlungen soll jetzt eine Kombination mit erneuter regionaler Chemotherapie erfolgen. Allerdings ist die Familie an einem Punkt angelangt, wo ihre finanziellen Möglichkeiten erschöpft sind. Deshalb startete die Mutter von Tino eine GoFundMe-Aktion im Internet. Mithilfe dieser Plattform werden nun Spenden für ihren Sohn gesammelt. Jan Lorenz sammelt mit und hat deshalb auch eine eigene Aktion ins Leben gerufen.

Rabatt-Aktion für Spender in Kleiner Sächsischer Schweiz

Um den Spendenaufruf von Tinos Mutter zu unterstützen, kam ihm folgende Idee. Dem großzügigsten Spender schenkt er eine 50 Zentimeter große Sandstein-Nachbildung der Barbarine. Allen anderen Spendern gewährt er 50 Prozent Rabatt auf den Eintritt in seine Miniaturwelt. Als Jan Lorenz von der Krankheit seines Freundes erfuhr, stand für ihn sofort fest: Ich muss ihm helfen. Inzwischen haben sich weitere Menschen gefunden, die Tino mit ihrer Spende helfen. So kam zum Beispiel eine Spende in Höhe von 10.000 Euro von der Dr.-Jürgen-Borchert-Stiftung in Berlin. Jan Lorenz, Tino und seine Familie danken schon jetzt allen Spendern.

Zuspruch macht der Familie Mut

Viele derjenigen, die bis jetzt gespendet haben, sind selbst Betroffene, wie zum Beispiel eine Frau, deren Tochter im Alter von 30 Jahren an Krebs erkrankte. "Es ist schlimm, wenn es die eigenen Kinder betrifft und man nur bedingt helfen kann", schreibt sie an die Familie. Eine andere wünscht ganz viel Kraft und Zuversicht. Worte, aus denen die Familie von Tino wie auch Jan Lorenz Hoffnung schöpfen. "Wir brauchen jede Hilfe und Unterstützung. Jede kleine Spende hilft, damit Tino die weiteren Behandlungen bezahlen kann", sagt Jan Lorenz.

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