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Pirna-Mockethal: Als Nächstes ist der Ballsaal dran

Die ersten Mieter sind in das neue Seniorenzentrum im ehemaligen Gasthof Grauer Storch eingezogen. Der Betreiber hat weitere Pläne.

Im alten Gasthof Grauer Storch ist ein Seniorenzentrum entstanden.
Im alten Gasthof Grauer Storch ist ein Seniorenzentrum entstanden. © Daniel Schäfer

Endlich brennt wieder Licht in dem früheren Gasthof Grauer Storch in Mockethal. Das Gebäude wurde in den vergangenen zwei Jahren zu einem Wohnprojekt für ältere, aber auch jüngere Menschen ausgebaut, die ein Handicap haben. Jetzt sind die ersten Mieter eingezogen, teilt Igor Ratzenberger mit. Er ist der Betreiber des "Behüteten Wohnens" in dem alten Gasthof.

Noch freie Wohnungen

Von den insgesamt 17 neu entstandenen Wohnungen im Hauptgebäude sind neun Quartiere belegt. Die noch freien Wohnungen haben eine Größe von 26 bis 52 Quadratmeter. Die Kaltmiete ist mit zirka zehn Euro pro Quadratmeter nicht ohne. Dessen ist sich Ratzenberger durchaus bewusst. Aber er relativiert. "Sämtliche Wohnungen sind barrierefrei und haben eine hochwertige Ausstattung. In das Haus wurde ein Fahrstuhl eingebaut. Ein Pflegedienst ist 24 Stunden am Start. Das gibt den Bewohnern eine große Sicherheit", meint der Betreiber, der kein Neuling in der Branche ist. In der Landeshauptstadt besitzt er unter anderem einen ambulanten Pflegedienst.

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Therapiezentrum im Erdgeschoss

Im Erdgeschoss gibt es verschiedene Angebote, nicht nur für die Bewohner des Hauses. Ein Therapiezentrum, bestehend aus einer Logopädie- sowie einer Ergotherapiepraxis, hat bereits im Erdgeschoss seine Räume bezogen. Die Tagespflege wurde in dem rechten Teil des Parterres eingerichtet. "Unsere Gäste sollen Anregung und Struktur erfahren", beschreibt Ratzenberger das Konzept. Ihm schwebt dabei ein offenes Zentrum vor. "Nicht nur für Pflegebedürftige, sondern auch für Anwohner und Angehörige, quasi als Treffpunkt für alle." Der Zugang zur Tagespflege erfolgt grundsätzlich über eine neue Rampe im Außenbereich in das Gebäude.

Katharina und Gerhard Schwarz (l.) sowie Annemarie Schelle (r.) trinken gemeinsam mit Pflegekraft Eva im Treff der Tagespflege im ehemaligen Gasthof Grauer Storch eine Tasse Tee.
Katharina und Gerhard Schwarz (l.) sowie Annemarie Schelle (r.) trinken gemeinsam mit Pflegekraft Eva im Treff der Tagespflege im ehemaligen Gasthof Grauer Storch eine Tasse Tee. © Norbert Millauer

"Wir fixieren uns nicht nur auf Senioren, sondern sprechen mit dem Angebot auch jüngere Menschen mit einem Handicap an, zum Beispiel Rollstuhlfahrer", sagt Ratzenberger. Jede Wohnung wurde mit Sicherheitstechnik ausgestattet.

Ballsaal: Noch fehlt Baugenehmigung

Zum Gasthof gehört außerdem noch ein großer Ballsaal, der rückwärtig an das Hautgebäude angeschlossen ist. Hier gibt es noch keine große Bewegung, wohl aber große Pläne. "In dem Saal sollen weitere Wohnungen eingebaut werden", erklärt Ratzenberger. Zwar wurde mit einigen bauvorbereitenden Maßnahmen begonnen, aber noch hat die Stadt Pirna für dieses Vorhaben kein grünes Licht gegeben. "Der Antrag auf Baugenehmigung wurde bereits gestellt", sagt der Betreiber des "Behüteten Wohnens" in Mockethal.

Der Umbau des Grauen Storches zu einem Seniorenzentrum ist ein Millionenvorhaben. Ratzenberger schätzt die Investitionskosten auf gut vier Millionen Euro. Er plant einen Tag der offenen Tür im Herbst.

Erbaut um die Jahrhundertwende

Das Grundstück an der Kreuzung Wehlener Straße/Arthur-Thiermann-Straße wurde bereits 1897 mit dem Gasthof „Zum Grauen Storch“ im Erdgeschoss und Wohneinheiten darüber für den damaligen Besitzer Max Rühle geplant.

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Am benachbarten Tanzsaal waren Anbauten mit mittiger Musikhalle und seitlichen, jeweils getrennt-geschlechtlichen Garderoben vorgesehen. Der Tanzsaal und der Gasthof wurden vorerst über einen Verbinderbau, der die Ausgabe beinhaltete, miteinander verknüpft, jedoch drei Jahre später in der weiteren Planung, in seiner heutigen Form entwickelt. Der ursprüngliche Dreiseitenhof wurde durch eine Stallung für die Nutztiere inklusive Heuboden gefasst.

Heute ist der Hof zur anliegenden Wiese im Westen offen und wird nur noch durch die vorhandenen Hauptgebäude von der Straße abgeschirmt. Im Süden wurden Einfamilienhäuser entlang der Arthur-Thiermann-Straße in offener Bebauung angegliedert.

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