merken
PLUS Pirna

Die "Landfee" zaubert neue Nähschule

In Corona-Zeiten entdecken viele ihre Talente und wollen selber kreativ werden. Darauf reagierte jetzt das Stoffgeschäft in der Pirnaer Altstadt.

Anja Zimmer-Schröder hat für ihre Nähschule neue Räumlichkeiten gefunden.
Anja Zimmer-Schröder hat für ihre Nähschule neue Räumlichkeiten gefunden. © Daniel Schäfer

Die sächsischen Farben Grün und Weiß dominieren in der neuen Nähschule, das vor Kurzem in der Lauterbachstraße 3 eröffnet hat.  Viel Licht durchflutet das Ladenlokal, in dem hohe weiße Arbeitstische und Bügelbretter stehen.  An den Wänden hängen Nähgarnrollen in allen Farbnuancen. Man spürt: Hier ist Kreativität angesagt. 

Die Nähschule gehört zum Stoffgeschäft "Landfee", das sich gleich gegenüber in der Nummer 6 befindet. Bis vor Kurzem war die Schule noch in den hinteren Geschäftsräumen untergebracht. "Aber die Nachfrage nach Nähkursen ist derart angestiegen, dass wir die Schule jetzt ausgelagert haben", sagt Inhaberin Anja Zimmer-Schröder. Außerdem hat sie ihr Stoffangebot erweitert, weshalb  sie im Stammgeschäft mehr Platz brauchte. 

Anzeige
Bio-Angebote von Vorwerk Podemus
Bio-Angebote von Vorwerk Podemus

Dresdens Biohof steht seit fast 30 Jahren für Bio aus der Region. In den Märkten ist eine besondere Kooperation zu entdecken: Die Käsefreundschaft zu vier kleinen Bio-Dorfsennereien in Graubünden.

In der Woche gibt sie drei bis vier Nähkurse. Um möglichst intensiv zu arbeiten, ist die Teilnehmerzahl auf vier Personen beschränkt. Nicht nur Erwachsene dürfen sich ausprobieren, sondern Zimmer-Schröder bietet auch spezielle Kurse für Kinder an. Beliebt sind auch die Ladies-Näh-Kurse, zu denen ein Glas Sekt gereicht wird und beispielsweise schrille Kleidung aus Paillettenstoffen für Silvester genäht werden.  

Woher kommt das starke Interesse an den Nähkursen? Anja Zimmer-Schröder muss nicht lange überlegen, sondern hat die Antwort schnell parat. "Besonders in der Corona-Zeit, während des Lockdowns hatten die Leute viel Zeit und haben ihre eigenen Talente  und Kreativität wieder entdeckt. Das Interesse ist geblieben." Allerdings waren die Nähkurse der Landfee auch schon vor dem Ausbruch der Pandemie  ziemlich gefragt. "Ich denke, die Kinder möchten immer mehr etwas Individuelles, Selbstgemachtes tragen, weshalb die Mütter zu Stoff und Nähmaschine greifen, um Unikate herzustellen", sagt die Unternehmerin. Schließlich sei das Thema Nachhaltigkeit auch für ihre Kunden wichtig. "Ein Kleidungsstück, das ich selber kreiere und nähe, hat einen hohen Wert und wird nicht so schnell entsorgt wie beispielsweise eine Hose von einer Billigkette", erläutert Zimmer-Schröder.  

Das Geschäft "Landfee" eröffnete sie 2016 in der Pirnaer Altstadt. In der Elternzeit ihres zweiten Kindes ist sie selber aufs Nähen gekommen. "So hatten sich immer mehr Stoffe bei uns zu Hause angesammelt. Der Platz reichte nicht mehr aus,  dass ich mir dachte: Jetzt mache ich ein Geschäft auf", sagt die 37-Jährige. In der "Landfee" arbeiten außerdem noch eine Festangestellte und drei Aushilfen mit. Die Nähkurse gibt  Anja Zimmer-Schröder allein.  "Wegen der hohen Nachfrage wollen wir aber das Angebot erweitern und suchen deshalb noch Kursleiter", so Zimmer-Schröder. 

Mehr Nachrichten aus Pirna lesen Sie hier.

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen. 

Mehr zum Thema Pirna