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Neue Büros im Pirnaer Schlosspark

Ein Investor will das "Männerhaus" der ehemaligen Heilstätte sanieren und umbauen. Das Landratsamt benötigt die zusätzlichen Räume.

Haus Schlosspark 4 auf dem Pirnaer Sonnenstein: Es beherbergt künftig Büros.
Haus Schlosspark 4 auf dem Pirnaer Sonnenstein: Es beherbergt künftig Büros. © Norbert Millauer

Das Haus mit der hellblauen Fassade, den beiden Seitenflügeln und dem verbindenden Mittelflügel, erhebt sich im Pirnaer Schlosspark auf dem Sonnenstein wuchtig über dem Elbtal.

Das historische Gebäude Schlosspark 4, gebaut 1903 bis 1904, gleich neben dem Schloss, war das "Männerhaus" der einstigen Heil- und Pflegeanstalt. Später war es Teil des Strömungsmaschinenwerkes, danach Wohnheim, seit etlichen Jahren steht es allerdings leer.

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Das Haus umfasst vier Stockwerke, ist voll unterkellert, oben thront ein nicht ausgebautes Dachgeschoss. Die letzten Sanierungsarbeiten an Dach und Fassade fanden vor etwa 20 Jahren statt.

Reichlich 2.000 Quadratmeter Bürofläche

Nun aber soll wieder Leben in dieses Haus einziehen. Ein privater Investor will das Objekt zum Bürogebäude umnutzen und dafür einige Teilbereich herrichten und modernisieren. Der Stadtentwicklungsausschuss des Pirnaer Stadtrates hat dazu bereits sein Einverständnis erteilt.

Nach Auskunft der Stadt sollen in dem Haus vom Erdgeschoss bis einschließlich der dritten Etage reichlich 2.000 Quadratmeter Fläche als Büroräume genutzt werden. Keller und Dachgeschoss bleiben davon allerdings unberührt. In dem Gebäude sollen künftig Mitarbeiter des Landratsamtes tätig sein, die Behörde hat im Schloss nebenan ihren Hauptsitz.

Im Hinblick auf den Denkmalschutz fokussieren sich die Bauarbeiten im Wesentlichen darauf, einen neuen Aufzug einzubauen, damit sowohl das Gebäude an sich als auch die einzelnen Etagen barrierefrei erreichbar sind. Hinzu kommen der Einbau einer neuen Heizungsanlage sowie eines zweiten Rettungsweges.

Ebenso werden die bisherigen, einfach verglasten Fenster gegen doppelt verglaste ausgetauscht. Darüber hinaus muss die Fassade des Gebäudes weder zusätzlich gedämmt noch saniert werden, heißt es laut Rathaus.

Alter Ahorn darf stehenbleiben

Als Problem entpuppte sich anfangs der zweite Rettungsweg. Er sollte ersten Plänen zufolge in Form einer Stahltreppe außen an der Ostseite des Hauses errichtet werden. Allerdings steht genau an dieser Seite ein schützenswerter Ahornbaum. Das Gartendenkmalamt hatte bislang noch nicht zugestimmt, dass dieses Gehölz gefällt werden darf.

Weil aber das Landratsamt dringend die zusätzlichen Büros braucht, änderte der Investor seine Pläne. Der zweite Rettungsweg wird nun ins Innere des Gebäudes verlegt, somit entfällt der ursprünglich geplante Rettungsturm an der Giebelseite. Daher kann auch der Ahorn stehenbleiben.

In Abstimmung mit dem Denkmalamt wird der Bauherr auf dem Grundstück auch den Jugendstil-Zaun mit Sandsteineinfassung und den nördlichen Tordurchgang restaurieren. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Außenanlagen wieder hergerichtet.

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