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Neue Pläne für Pirnaer Holperpiste

Die Stadt will die Herbert-Liebsch-Straße auf dem Sonnenstein sanieren. Das Projekt geht voran, einen Termin gibt es aber noch nicht.

Herbert-Liebsch-Straße auf dem Sonnenstein: Die Fahrbahn ist verschlissen, ein Fußweg fehlt.
Herbert-Liebsch-Straße auf dem Sonnenstein: Die Fahrbahn ist verschlissen, ein Fußweg fehlt. © Norbert Millauer

Der Pirnaer Stadtentwicklungsausschuss hat jetzt beschlossen, den Ausbau der Herbert-Liebsch-Straße auf dem Sonnenstein weiter planen zu lassen. Diese Entwurfsplanung ist dann auch Voraussetzung dafür, um Fördermittel für das Projekt zu beantragen. 

Die Stadt will die Verbindungsachse zwischen Struppener Straße und Dr.-Benno-Scholze-Straße auf einer Länge von knapp 300 Meter grundlegend sanieren lassen, weil die Fahrbahn verschlissen ist und nur noch einem Flickenteppich gleicht. 

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Zudem will das Rathaus mit einem Fußweg, der bislang an der Trasse fehlt, die Schulweg-Sicherheit erhöhen. Die Strecke wird täglich von vielen Kindern frequentiert, die auf dem Weg zur Grundschule Sonnenstein oder zur Gauß-Oberschule sind. Daher sollen Autos und Fußgänger später auf getrennten Wegen unterwegs sein. 

Der Stadtentwicklungsausschuss hatte in einer früheren Sitzung bereits für eine Vorzugsvariante votiert. Demnach soll die Trasse mit einer Breite von sechs Metern ausgebaut werden - laut der Stadt ausreichend, damit sich zwei Lkws ungehindert begegnen können. Auf der Westseite ist ein 2,50 Meter breiter Gehweg vorgesehen.

Kein extra Streifen für Radfahrer

Darüber regte der Ausschuss jüngst aber weitere Veränderungen an. Ein Wunsch war beispielsweise, die Zahl der Stellplätze entlang der Straße zu erhöhen.

Laut der Planer sei es zwar grundsätzlich möglich, zwischen den Gewerbezufahrten Stellflächen anzuordnen - allerdings immer nur ein oder zwei Stück. Nach Rücksprache mit der Stadt verzichte man aber darauf, die Stellplatzzahl auszuweiten, da die ansässigen Gewerbebetriebe über ausreichend Grundstücke verfügen, um notwendige Kunden- oder Mitarbeiterparkplätze zu schaffen. Die angrenzende Kleingartenanlage verfüge bereits über ausreichend Parkplätze, auch für das evangelische Gemeindezentrum gebe es bereits extra Stellplätze.

Auch der Forderung, einen Radfahrschutzstreifen anzulegen, können die Planer nicht nachkommen. Dafür reiche die Breite der Straße nicht aus. Auch lasse sich die Fahrbahn nicht noch mehr verbreitern, weil dies zulasten eines breiten Fußweges gehen würde. Zudem werden die Strecke ohnehin vom Radverkehr nur schwach frequentiert. Der Ausbauabschnitt ist daher auch nicht im Radwegenetz der Stadt verankert. 

Ebenso wenig ist eine Fußgängerinsel auf der Liebschstraße vorgesehen. In der parallel laufenden Planung zum Ausbau der Struppener Straße ist dort im Bereich der Haltestelle eine solche Querungshilfe geplant, sodass die Schüler auf sicherem Weg geführt werden können. Aus diesem Grund wird der neue Gehweg im Anschluss an die Haltestelle rechts neben der Liebschstraße geführt. 

Grüne Inseln sollen Tempo drosseln

Allerdings berücksichtigen die Planer zwei Projekte, die verdeutlichen sollen, dass die Liebschstraße in einer Tempo-30-Zone liegt. So soll die Fahrbahn einmal auf einer Länge von zwölf Metern auf eine Breite von 3,50 Metern eingeengt werden, was das Tempo drosseln soll. In einem weiteren Abschnitt wird die Fahrbahnbreite auf 5,50 Meter verringert. Baulich umgesetzt wird das mithilfe von zwei sogenannten Grüninseln, die bepflanzt werden. 

Die Sanierung der Liebschstraße kostet insgesamt knapp 600.000 Euro. Einen konkreten Zeitpunkt für den Ausbau gibt es aber noch nicht. Das Vorhaben ist Bestandteil des Maßnahmen-Konzepts "Soziale Stadt Pirna-Sonnenstein". Nach Aussage der Stadt ist das gesamte Projekt eingeordnet in den Zeitraum von 2019 (Planung) bis 2021 - vorausgesetzt, es wird auch im kommenden Doppelhaushalt für 2021/2022 verankert, der Ende dieses Jahres verabschiedet werden soll.

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