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Neue Technik für Pirnas Feuerwehr

Landrat Michael Geisler übergibt der Stadt ein neues Löschfahrzeug und einen neuen Container. Der größte Posten kommt Ende 2021.

Der Copitzer Ortswehrleiter Daniel Leuschke, neues Löschfahrzeug: moderne Technik für einen moderaten Preis.
Der Copitzer Ortswehrleiter Daniel Leuschke, neues Löschfahrzeug: moderne Technik für einen moderaten Preis. © Daniel Schäfer

Blankgeputzt steht das Auto auf dem Hof der Pirnaer Feuerwehr-Hauptwache, dabei hat es seine Feuertaufe schon hinter sich. Das Löschfahrzeug "LF 20 Kat-Schutz" rückte bereits zu mehreren Einsätzen aus - obwohl es jetzt erst offiziell in Dienst geht.

Der moderne Lösch-Laster ist Teil eines großen Technikpaketes, das Landrat Michael Geisler (CDU) nun der Stadt übergab. Dazu gehören neue Autos und ein neuer Container für Atemschutzgeräte. "Damit sind die Einsatzkräfte  im Brand- und Katastrophenschutz noch besser ausgerüstet", sagt Geisler. 

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Das neue Löschfahrzeug ersetzt jetzt ein älteres Modell, Baujahr 1994, das außer Dienst geht. "Das alte Auto ist schon ganz schön in die Jahre gekommen, außerdem gab es dafür kaum noch Ersatzteile", sagt Pirnaer Gemeindewehrleiter Peter Kammel. 

Der moderne Lkw ist für den Brand- und Katastrophenschutz umfangreich ausgestattet. Er hat unter anderem einen 1.000-Liter-Wassertank, eine Kettensäge und eine Tauchpumpe an Bord. 

Das "LF 20 Kat-Schutz" hat einen Wert von 230.000 Euro, eine Summe, für die sich ein solches Auto eigentlich nicht kaufen lässt. Diesen günstigen Preis zu erzielen gelang nur, weil der Bund eine Sammelbestellung aufgab und gleich mehrere von diesen Typen orderte. Der Bund hat das Auto auch finanziert. Stationiert wird es künftig bei der Freiwilligen Feuerwehr in Copitz.

Nachschub an Frischluft

Ebenso in Dienst gestellt wurde bereits der neue Abrollcontainer "Kreisreserve Atemschutz". In dem Container befinden sich 20 Atemschutzgeräte, er kann auf ein Basisfahrzeug aufgeladen und so zum Einsatzort transportiert werden. Der Container kostet insgesamt 75.000 Euro, finanziert vom Land und vom Kreis, der die zusätzliche Technik gut brauchen kann. 

Um bei Einsätzen in Bereiche vorzudringen, in denen schädigende Gase die Einsatzkräfte umgeben, nutzen die Feuerwehren außenluftunabhängige Atemschutzgeräte. Bei größeren Ereignissen besteht ein nicht unerheblicher Bedarf, da diese Geräte nach 20 bis 30 Minuten ausgetauscht werden müssen. "Mit dem Abrollcontainer ist für genügend Nachschub gesorgt. Es ist eine große Erleichterung für die Feuerwehrleute", sagt Geisler. 

Pirnas Wehr hat den Container mit 20 eigenen Atemschutzgeräten aufgestockt. Stationiert ist der Container in der Pirnaer Hauptwache, er kann aber von allen Städten und Gemeinden im Landkreis angefordert werden. 

Blick in den neuen Abrollcontainer "Kreisreserve Atemschutz": 40 Atemschutzgeräte an Bord.
Blick in den neuen Abrollcontainer "Kreisreserve Atemschutz": 40 Atemschutzgeräte an Bord. © Daniel Schäfer

Neue Drehleiter für eine dreiviertel Million

Darüber hinaus überreichte der Landrat Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) einen Fördermittelbescheid des Landes über 555.000 Euro für eine neue Drehleiter. Sie kostet insgesamt 750.000 Euro, Pirna muss dafür einen Eigenanteil von 195.000 Euro aufbringen. Sie soll voraussichtlich Ende 2021 geliefert werden und ihre Vorgängerin ersetzen, die 1996 gebaut wurde. Die Drehleiter steht ebenfalls in der Pirnaer Hauptwache, wird aber überörtlich eingesetzt, weil vor allem kleinere Gemeinden sich kein so teures Fahrzeug leisten können.

Nach Aussage von Hanke sei es stets Anliegen der Stadt, die Feuerwehr modern auszustatten. Derzeit laufe die aktuelle Haushaltsdebatte, in den kommenden Jahren seien weitere Anschaffungen geplant. "Zwar müssen wir dazu einen nicht unerheblichen Eigenanteil beisteuern", sagt der Rathauschef, "aber das ist für uns selbstverständlich."

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