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Penny kommt nach Graupa

Täglich wird die Baugenehmigung erwartet. Um Butter, Bockwurst und Bier einzukaufen, brauchen die Graupaer aber noch einen etwas längeren Atem.

In Graupa soll eine Penny-Filiale errichtet werden.
In Graupa soll eine Penny-Filiale errichtet werden. © Daniel Schäfer

Graupa. Munteres Gesprächsthema in Graupa ist und bleibt der geplante Bau des Penny-Marktes an der Kastanienallee. Viele Dorfbewohner fragen sich, wann denn nun endlich die Bagger auf der Freifläche, Ecke Kirchstraße, anrücken. Andere unken, dass die Bagger überhaupt nicht mehr anrücken, da das Projekt seit mehreren Jahren geplant ist und bisher nichts geschah.  

Doch nun steht fest: Die Planungsphase ist soweit abgeschlossen, teilt Anja Schwerdtfeger, Regionalassistentin Region Ost vom Unternehmen Penny Markt GmbH, auf Anfrage mit. "Wir erwarten jeden Tag die Baugenehmigung", fügt sie hinzu. Infolge dessen plane das Penny-Unternehmen  die Eröffnung für voraussichtlich Juni 2021. Der Standort wird bereichert durch einen Fleischer sowie einen Bäcker aus der Region, informiert Schwerdtfeger.

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Außerdem kursiert in Graupa das Gerücht, die Penny-Filiale in Dresden-Pillnitz werde schließen und dann in den Neubau nach Graupa ziehen. Doch bei diesem Thema hält sich die Mitarbeiterin zurück. "Zu unserer Penny-Filiale in Dresden-Pillnitz können wir noch keine verbindliche Aussage treffen",  so Schwerdtfeger. 

Das zu bebauende Grundstück an der Kastanienallee in Graupa ist 6.000 Quadratmeter groß; die reine Verkaufsfläche beträgt knapp 800 Quadratmeter. Geplant ist ein eingeschossiges Gebäude mit hohem Flachdach. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf drei Millionen Euro. Auf verzweifelte Suche nach Parkplätzen in der Umgebung müssen die künftigen Kunden nicht gehen. Rund 70 Stellplätze entstehen auf dem Areal. Die Zufahrt zum geplanten Supermarkt erfolgt vom Kirchweg aus. Eine Extraabbiegespur von der Kastanienallee sei nicht geplant. Im Zuge des Bebauungsplanes habe es eine enge Abstimmung mit den zuständigen Verkehrsbehörden gegeben.

Aus Konsum wird Penny

Ursprünglich wollte Konsum Dresden hier bauen. Und das schon vor über einem Jahr. Doch dann machte das Unternehmen einen Rückzieher. Penny sprang ein. Für den Rückzug von Konsum gab es zwei Gründe. Einerseits sei das Engagement von Konsum Dresden in Bannewitz ausschlaggebend. "Wir sind dabei, ein neues Verkaufsgebäude in Bannewitz zu errichten, und können für das parallele Vorantreiben zweier Baustellen nicht die erforderlichen Kapazitäten bereitstellen", sagte Konsum-Vorstand Roger Ulke. Außerdem erwähnte Ulke in diesem Zusammenhang den großen zeitlichen Verzug. Bereits seit 2017 lagen Pläne für den Neubau in Graupa vor. "Selbst mit intensivsten Bemühungen ist es dem Bauträger bis heute nicht gelungen, den Bau zu beginnen. Allein die lange Zeitspanne bis zum noch immer offenen Baustart stellt uns vor scheinbar unlösbare Herausforderungen", so Ulke damals.

So richtig rund lief das Projekt von Beginn an nicht. Es gab Verzögerung wegen der Baugenehmigung. Und dann wurde auf dem zu bebauenden Areal Kastanienallee/ Kirchweg eine schützenswerte Trockenwiese entdeckt. Um für den Eingriff in die Natur Ausgleich zu schaffen, wurde im vergangenen Jahr eine neue Trockenwiese ganz in der Nähe der Kastanienallee angelegt. 

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Je früher eine Kaufhalle kommt, desto besser, sagen viele im Ort. Diese Einstellung ist verständlich, denn einen größeren Discounter gibt es hier nicht. Deshalb stößt der geplante Neubau auch beim Ortschaftsrat auf große Zustimmung. Einmal mehr, da der nahe Graupa gelegene Aldi-Markt in Jessen geschlossen hat und nach Pirna-Copitz gezogen ist. Damit fiel für die Graupaer eine ortsnahe Einkaufsmöglichkeit weg.

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