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Pirna bekommt drittes Gymnasium

Das Evangelische Schulzentrum wird sich um einen gymnasialen Zweig erweitern. Das hat Vorteile für die Schüler.

Das Evangelische Schulzentrum Pirna plant eine Erweiterung.
Das Evangelische Schulzentrum Pirna plant eine Erweiterung. © Daniel Schäfer

Die Pläne des Evangelischen Schulzentrums sind überaus ehrgeizig. Die Einrichtung wird ab dem Schuljahr 2022/23 um einen gymnasialen Zweig wachsen. Das teilt Schulleiterin Hedda Feron mit. "Wir haben dann einen Zweig, der die Schüler auf gymnasialem Niveau fordert, ohne dass soziale Kompetenzen, die wir ebenfalls vermitteln, vernachlässigt werden", führt Feron aus.

Parallelklasse der Oberschule

Zwar steht das Projekt noch ziemlich am Anfang, dennoch wird derzeit bereits an einem Konzept gearbeitet. Das Evangelische Schulzentrum wird zum übernächsten Schuljahr um den neuen gymnasialen Zweig ab Klasse 5 erweitert. Diese Klasse wird nicht separat geführt werden. Es ist eine Klasse, die den gymnasialen Anforderungen entspricht. Sie wird wie eine Parallelklasse der Oberschule laufen.

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Folgende Aufteilung ist vorgesehen: Die Sekundarstufe I wird aus der Klasse fünf bis zehn bestehen. Die Sekundarstufe II, ab Klasse elf, umfasst das Berufliche Gymnasium mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Soziales sowie das neue allgemeinbildende Gymnasium. Somit können künftig alle Schulabschlüsse am Evangelischen Schulzentrum abgelegt werden, sagt Feron. Geplant sind gemeinsame Klassenfahrten sowie Feste und Aktivitäten. Außerdem zeichnet sich die Sekundarstufe I als Alleinstellungsmerkmal durch das Sozialdiakonische Profil aus.

Wechsel innerhalb der Schule ist möglich

In die Kellerräume des Evangelischen Schulzentrums Pirna ziehen demnächst die Physikkabinette ein.. Das schafft Platz im Obergeschoss für den neuen gymnasialen Zweig.
In die Kellerräume des Evangelischen Schulzentrums Pirna ziehen demnächst die Physikkabinette ein.. Das schafft Platz im Obergeschoss für den neuen gymnasialen Zweig. © Daniel Schäfer

Die Vorteile für die Schüler liegen auf der Hand, betont Hedda Feron. Denn somit ist eine große Durchlässigkeit gewährleistet. Bekommt ein Schüler der Oberschule nach der Klasse 6 die Empfehlung für das Gymnasium, kann er innerhalb der Schule wechseln, ohne aus seinem sozialen Umfeld herausgerissen zu werden. "Er kennt seine Lehrer, die Struktur der Schule und sieht seine Freunde weiterhin", erläutert die Schulchefin. Ebenso kann beispielsweise ein guter Oberschüler nach Klasse zehn innerhalb der Schule auf den allgemeinbildenden gymnasialen Zweig wechseln.

Maximal 26 Schüler

Die Klassenstärke des neuen gymnasialen Zweiges ist auf maximal 26 Schüler begrenzt. Das bedeutet natürlich, dass mehr Räumlichkeiten im Obergeschoss für diesen neuen Zweig geschaffen werden müssen. Die Lösung ist bereits anvisiert: Derzeit werden Räume im Keller ausgebaut, in die dann die zwei Physikkabinette und der technische Trakt ziehen. Diese befinden sich derzeit noch im Obergeschoss.

Keine Konkurrenz zu anderen Gymnasien

Ist das neue Gymnasium an der Evangelischen Schule eine Konkurrenz für das Herder- und Schillergymnasium in Pirna? Das sieht Hedda Feron nicht so. "Die Zahl der Schüler in Pirna wächst beständig. Insofern braucht der Standort drei Gymnasien. Und die Eltern suchen dann gemeinsam mit ihrem Kind das richtige aus", erklärt die Schulleiterin.

Zum Evangelischen Schulzentrum Pirna gehören momentan eine Grundschule, der Hort, Oberschule und das Berufliche Gymnasium. Ohne die Grundschule besuchen aktuell 550 Mädchen und Jungen die Einrichtung.

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