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Pirna: Diese Stadtvilla will keiner haben

Das Gebäude am Dohnaischen Platz in Pirna wurde nicht versteigert. Bei der Auktion am Dienstag gab es kein Gebot.

Dieses Haus auf dem Dohnaischen Platz in Pirna sollte eigentlich am Dienstag versteigert werden. Doch keiner biss an.
Dieses Haus auf dem Dohnaischen Platz in Pirna sollte eigentlich am Dienstag versteigert werden. Doch keiner biss an. © Daniel Schäfer

So hatte sich das der Eigentümer sicherlich nicht gedacht. Das denkmalgeschützte Haus am Dohnaischen Platz 8 sollte eigentlich im Rahmen der Herbstauktion der Sächsischen Grundstücksauktionen AG am Dienstag in Dresden versteigert werden. Das Mindestangebot lag bei knapp 1,5 Millionen Euro. Doch keiner biss an. "Es wurde kein Gebot abgegeben", sagt Annika Becher, Pressemitarbeiterin des Auktionshauses.

So geht es jetzt weiter

Wie geht es jetzt mit dem imposanten Objekt am Eingang von Pirnas Fußgängerzone weiter? Die Stadtvilla kommt in den sogenannten Nachverkauf. Das heißt, dass innerhalb von zwei Monaten noch Angebote für den Kauf des Gebäudes über die Internetseite des Auktionshauses gemacht werden können. Käme es erneut nicht zu einer Veräußerung, müsse der Eigentümer über den weiteren Verlauf entscheiden, sagt Annika Becher.

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Gebäude wurde saniert

Dabei hat das Gebäude durchaus Potenzial. Das in der historischen Altstadt und am Beginn der Fußgängerzone gelegene Haus wurde 2001 umfassend saniert, es beherbergt mehrere Wohnungen sowie einen Friseursalon im Erdgeschoss.

Die Grundstücksgröße wird im Auktionskatalog mit 220 Quadratmetern angegeben, die Wohn- und Nutzfläche im Haus beträgt 546 Quadratmeter.

Laut der Objektbeschreibung handelt es sich um ein Wohn- und Geschäftshaus, erbaut etwa 1870. Im Jahr 2001 wurde es grundlegend und denkmalgerecht saniert. Die Gas-Zentralheizung, die Therme und der Warmwasserspeicher wurden 2018 noch einmal erneuert.

Das Dach ist mit Schiefer gedeckt, die gelb-ocker getünchte Fassade des nach drei Seiten frei stehenden Hauses ist reich verziert. Im Haus sind Holztüren und Holzfenster installiert, das Ladengeschäft besitzt eine automatische Schiebetür. Das Treppenhaus besteht aus Steintreppen und Fliesenböden.

Der Laden im Erdgeschoss wurde 2013 saniert, er war von 1996 bis 2016 Domizil des bekannten Friseursalons von Thomas Stransky. Er gab jedoch 2016 seinen Beruf auf, seine Schwester machte sich im Oktober desselben Jahres mit einem Friseurgeschäft auf der Siegfried-Rädel-Straße selbstständig und führte so die Familientradition in dritter Generation fort. 2017 zog ein neuer Friseursalon in die Erdgeschossräume im Haus Dohnaischer Platz 8; laut dem Auktionshaus ist das Geschäft bis 2027 fest an den Salon vermietet.

Nach Angaben der Grundstücksauktionen AG befinden sich im ersten und zweiten Obergeschoss jeweils zwei vermietete Zweiraumwohnungen. Im dritten Obergeschoss erstreckt sich über die gesamte Etage eine 125 Quadratmeter große bezugsfertige Wohnung. Dieses Quartier besteht aus 4,5 Zimmern, dazu gehören beispielsweise ein großes Wohn/Esszimmer mit offener Küche sowie zwei Bäder. Wegen des anstehenden Verkaufs des Hauses wurden laut des Auktionshauses bislang noch keine Bemühungen unternommen, die große Wohnung zu vermieten. Im Dachgeschoss erstreckt sich über die ganze Etage eine vermietete Zweiraumwohnung. (mit SZ/mö)

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