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Wieso gibt es diese Aufkleber in Pirna?

Mit einer besonderen Aktion erinnert ein breites Bündnis an die UN-Resolution zu den allgemeinen Menschenrechten - und wirbt für stärkeres Miteinander.

Menschenrechte-Aufkleber vor der Pirnaer Stadtkirche St. Marien: Hinweis auf die gemeinsamen, elementaren Werte.
Menschenrechte-Aufkleber vor der Pirnaer Stadtkirche St. Marien: Hinweis auf die gemeinsamen, elementaren Werte. © Norbert Millauer

In Pirna feiert jetzt ein breites überparteiliches Bündnis der Zivilgesellschaft das 72-jährige Bestehen der universellen Menschenrechte. Die am 10. Dezember 1948 von der UN-Vollversammlung beschlossene Resolution beinhaltet 30 Artikel, die den Menschen grundlegende Rechte zusichern und ein freies sowie gerechtes Leben ermöglichen sollen.

Aus diesem Anlass riefen Pirnaer Akteure die Aktion "Mensch Pirna" ins Leben. Unterstützt wird die Aktion, die bis Januar 2021 laufen soll, von verschiedenen Vereinen, Organisationen, Unternehmen, Parteien, den Kirchen, Einzelpersonen und Persönlichkeiten, darunter auch von der Sächsischen Zeitung. Insbesondere wird dieser Aktion visuell Ausdruck verliehen.

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Übergroße Menschenrechte-Aufkleber in der Innenstadt

Auf Straßen und Plätzen sind übergroße Aufkleber zu finden, jeder dieser Aufkleber steht für einen bestimmten Artikel der Menschenrechts-Resolution. Die Unterstützer haben jeweils Patenschaften dafür übernommen.

So steht beispielsweise der Pirnaer Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) Pate für Artikel 1 "Freiheit, Gleichheit, Solidarität", die Kirchgemeinden für Artikel 18 "Freiheit der Gedanken, des Gewissens und der Religionsausübung", die Sächsische Zeitung für Artikel 19 "Meinungsfreiheit", der Verein "CSD Pirna" für Artikel 2 "Verbot der Diskriminierung", die Linken für Artikel 21 "Allgemeines und gleiches Wahlrecht", das Schiller-Gymnasium für Artikel 26 "Recht auf Bildung".

Die Aktion "Mensch Pirna" startete zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember mit einer Informationskampagne, die auch über Pirna hinaus ausstrahlen soll. So werden neben den Aufklebern, die in den Folgetagen und noch bis Januar auf die einzelnen Artikel der UN-Resolution hinweisen, auch digitale Inhalte geboten.

Hoffnung auf ein besseres Miteinander

Auf der Internetseite www.mensch-pirna.de können Interessierte die gesamte Erklärung sowie Neuigkeiten vom überparteilichen Team, das hinter der Aktion steht, lesen. Auf der Webseite finden sich darüber hinaus die einzelnen Paten sowie deren Erklärungen zu den ausgewählten Artikeln.

Der Zeitpunkt der Aktion wurde nicht willkürlich gewählt. Im Jahr 2020, so die Initiatoren, hätten einige Akteure gezeigt, dass ihnen andere Menschen nicht viel wert seien. "Mensch Pirna" soll nun auf gemeinsame Werte hinweisen und die Gesellschaft - vor allem in Zeiten der Krise und der Corona-Pandemie - wieder besser aufeinander einstimmen.

Zwar dürfe man sich laut der Initiatoren keiner allzu großen Illusion hingeben, doch die Hoffnung auf ein besseres, vernünftigeres Miteinander gebe es immer.

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