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Pirna: Es grünt an der B172

Die Stadtentwicklungsgesellschaft hat jetzt mehrere Grünflächen bepflanzen lassen. Ein Projekt, das bislang auf der Strecke geblieben war.

Neues Beet an der B172: Rotdorn als optischer Blickfang, Wilder Wein für die Säulen der Pergola.
Neues Beet an der B172: Rotdorn als optischer Blickfang, Wilder Wein für die Säulen der Pergola. © SEP

Für die Geschichte bedarf es zunächst eines Blicks zurück: Vor nunmehr vier Jahren bezog die Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP) ihre neuen Räume in dem historischen Komplex Breite Straße 2, direkt an der Ecke zur B172 gelegen. Die einst stark verfallene Bausubstanz des barocken Ensembles war von 2012 bis 2016 saniert worden. Auf diesem Gelände entstand dabei auch ein neues Depot fürs Pirnaer Stadtmuseum.

Wenig später ließ die SEP auch die angrenzende Häuserzeile Breite Straße 4 bis 8 auf Vordermann bringen. Drinnen entstanden elf sanierte Wohnungen, zudem zwei Gewerbeeinheiten. Ins Erdgeschoss zog - über alle drei Häuser hinweg - der Biomarkt "Vorwerk Podemus". Seit 2018 zeigt sich nun der gesamte Komplex an der Einfahrt von der B172 zur Breiten Straße in neuer alter Schönheit.

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Nur eines blieb etwas auf der Strecke. Die Arbeiten, die Grünflächen und Beete zu bepflanzen, wurde nie so ganz abgeschlossen. "Das wurde nun aber nachgeholt", sagt Rick Bothmann von der SEP.

Innenhof des Ensembles Breite Straße 2: Neuer Brunnen, neue Pflanzen, neue Ladestation für E-Autos.
Innenhof des Ensembles Breite Straße 2: Neuer Brunnen, neue Pflanzen, neue Ladestation für E-Autos. © SEP

Historischer Brunnen im Innenhof

Bei der Gestaltung des Innenhofes am Ensemble Breite Straße 2 ließ die SEP einen Brunnen nebst oberirdischer Ablaufrinne errichten. Diese Rinnen stammen ursprünglich von der Baustelle des Finanzamtes, wo sie als historischer Steindeckerkanal gesichert werden konnten.

Der Begriff "Steindecker" komme laut Bothmann von den Sandsteinplatten, mit denen früher die Rinnen abgedeckt wurden. Eine dieser Steindeckerplatten hat die SEP wiederherstellen lassen und symbolisch platziert. Den Brunnentrog erwarben die Stadtentwickler aus einem historischen Fundus in Dresden.

Darüber hinaus wurden im Innenhof Beete mit Bodendeckern angelegt und eine Säulenhainbuche gepflanzt. Zwei weitere Buchen befinden sich hinter dem Museumsdepot und an der Gebäudeecke des Biomarktes.

Im vergangenen Jahr brachten Fachleute zudem Rankhilfen an, an denen drei Spalierbirnen und Geißblätter emporklettern. Zusätzlich klärt ein Info-Schild über die Geschichte, Bedeutung und Entstehung des Pirnaer Wappens auf. Darüber hinaus entstand eine Ladestation für das SEP-Firmenfahrzeug.

Wilder Wein für die Betonsäulen

Auch außerhalb des Innenhofes im Komplex Breite Straße 2 ließ die Bepflanzung im Bereich zwischen dem Netto-Parkplatz und dem kombinierten Fuß- und Radweg entlang der B172 sowohl optisch als auch funktional bislang noch zu wünschen übrig.

Diesen Mangel hat die SEP nun beseitigt, indem sie im Frühjahr ein Beet anlegen ließ, das mit drei Rotdornen bepflanzt ist. Diese drei Bäume bilden nun mit der übergroßen Beton-Pergola eine sogenannte städtebauliche Raumkante. Zudem grenzt das Gebilde die Verkehrs- und die Parkplatzfläche voneinander ab.

Die Bäume teilen sich das Beet mit Kriechmispeln, die als Bodendecker fungieren, und Wildem Wein, der sich an den drei Säulen der Pergola hinauf ranken soll. Ergänzt wird die Bepflanzung durch Feuerdorn-Sträucher, die an der Rückseite des Museumsdepots gesetzt wurden - insgesamt alles günstig fürs Stadtklima.

Die Kosten für die das neue Stadtgrün übernahm die SEP, die Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG beteiligte sich daran.

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