Pirna
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Pirna knipst das Licht aus

An öffentlichen Gebäuden wird es am Sonnabend für eine Stunde duster – und die Stadt damit Teil einer weltweiten Bewegung.

Von Thomas Möckel
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Pirnas Rathaus wird jeden Abend angeleuchtet. Am 26. März bleibt es aber für eine Stunde dunkel.
Pirnas Rathaus wird jeden Abend angeleuchtet. Am 26. März bleibt es aber für eine Stunde dunkel. © Daniel Förster

Vorübergehend finster: Die Stadt Pirna dreht am 26. März abends kurzzeitig den Saft ab und lässt auf diese Weise das Rathaus, die Marienkirche sowie das Schloss Sonnenstein eine Stunde unangeleuchtet. Üblicherweise werden die Gebäude abends mit Scheinwerfern angestrahlt.

Mit dieser Kurzzeit-Dunkelheit beteiligt sich die Stadt erneut an der sogenannten „Earth Hour“, setzt damit ein starkes Zeichen für einen lebendigen Planeten und mehr Klimaschutz – und wird so Teil einer weltweiten Bewegung. Denn zur selben Zeit werden wieder Millionen Menschen, Städte und Wahrzeichen das Licht ausstellen. Laut des Pirnaer Rathauses seien auch alle anderen Institutionen der Stadt eingeladen, dem Beispiel der Teilzeit-Verdunkler zu folgen.

Auch ein Zeichen für Frieden

Die Earth Hour ist eine regelmäßig stattfindende große Umwelt- und Klimaschutzaktion, die der „World Wide Found for Nature“ (WWF) ins Leben gerufen hat. Die Idee dahinter: Einmal im Jahr schalten Millionen von Menschen auf der ganzen Welt für eine Stunde das Licht aus. Auch viele tausend Städte machen mit und hüllen ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit. Ziel ist es laut dem WWF, gemeinsam ein Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz zu setzen. Damit wollen die Akteure zeigen, dass man sich noch besser um den Planeten kümmern muss. Daher rührt auch der Name Earth Hour – es ist die Stunde der Erde.

Alles begann 2007 in der australischen Metropole Sydney. Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen am 31. März an der ersten Earth Hour teil und knipsten für eine Stunde das Licht aus – und schrieben so Geschichte. Inzwischen ist die Earth Hour die größte globale Klima- und Umweltschutzaktion.

In diesem Jahr geht es allerdings aufgrund der aktuellen Lage nicht nur ums Klima. Der WWF Deutschland zeigt sich tief betroffen von Putins Krieg gegen die Ukraine. Daher will die Organisation mit der Earth Hour in diesem Jahr auch ein gemeinsames Zeichen für Frieden in der Ukraine, in Europa und in der ganzen Welt senden. Weitere Infos gibt es im Internet auf der Seite www.wwf.de/earth-hour.