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Neue Rettungswache in Pirna wächst

Das Pirnaer DRK baut in Copitz eine neue Ausrückestelle für Rettungswagen - aus einem ganz speziellen Grund.

Künftige Rettungswache in Copitz: Die Bodenplatte ist fertig, der Hochbau beginnt.
Künftige Rettungswache in Copitz: Die Bodenplatte ist fertig, der Hochbau beginnt. © Norbert Millauer

Die neue Rettungswache des DRK-Kreisverbandes Pirna nimmt weiter Gestalt an. Die Baufirma hat inzwischen die Bodenplatte des Gebäudes fertiggestellt. "Zudem wurde mit dem Hochbau des Erdgeschosses begonnen", sagt der stellvertretende Rettungsdienstleiter Christopher Neidhardt.

Das Pirnaer DRK lässt seit Herbst vergangenen Jahres eine neue Rettungswache an der Lohmener Straße in Copitz errichten. Das Areal liegt zwischen dem Toyota-Autohaus und der ehemaligen Diskothek "Mufa", genau an der Stelle, an der früher die Bahngleise in Richtung Herrenleite die Lohmener Straße querten.

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Der neue Ausrücke-Ort für Rettungswagen ist nach Auskunft des DRK so konzipiert, dass dort zunächst ein Rettungsfahrzeug rund um die Uhr stationiert ist. Bei Bedarf kann die Station auf zwei Rettungsfahrzeuge erweitert werden.

In einem ersten Schritt verlegt das DRK einen vorhandenen Rettungswagen vom Standort Liebstädter Straße nach Copitz, sobald das Haus fertig ist.

Das DRK rechnet mit einer Bauzeit von reichlich einem Jahr. Der Betrieb am neuen Einsatzort, so ist der Plan, soll Ende 2021 aufgenommen werden.

Der Weg über die Elbe soll künftig erspart bleiben

Die Pläne für die neue Rettungswache reiften bereits seit 2014. "Dringendes Ziel war es, den Rettungswagen auf der Copitzer Elbseite schneller beim Patienten zu haben", sagt DRK-Präsident Oliver Wehner.

Denn hinter den Notfall-Fahrten steht gehöriger Zeitdruck. Gemäß der sächsischen Landesrettungsdienstplanverordnung müssen die Rettungswagen binnen zwölf Minuten am Einsatzort sein.

Vom zentralen Sitz des DRK an der Liebstädter Straße aus war das beim Weg auf die andere Elbseite nicht immer leicht zu händeln. Wegen vieler Baustellen in den vergangenen Jahren verzögerten sich die Einsätze oft, vor allem, wenn der Einsatzort nördlich der Elbe lag.

Zudem müssen die Rettungswagen auf diesem Weg mehrere Nadelöhre passieren: hinweg über die stark befahrene Bundesstraße 172, dann weiter entweder über die Sachsenbrücke oder die Stadtbrücke, was aber gerade im Berufsverkehr zuweilen schwierig ist.

Erster Standort galt als problematisch

Ursprünglich war die neue Rettungswache einmal neben dem Copitzer Naherholungszentrum an der Äußeren Pillnitzer Straße geplant. Doch diese Stelle erwies sich als problematisch.

Vor allem auf dem direkten Weg nach Copitz oder weiter in die Ortsteile Posta und Mockethal hätten die Rettungswagen stets die Doppel-Ampelkreuzung an der Wesenitztalschänke passieren müssen, wo sich der Verkehr aber oft mächtig staut.

Daher fiel die Wahl des DRK letztendlich auf den Standort an der Lohmener Straße.

Das DRK investiert in das Vorhaben auf dem reichlich 1.000 Quadratmeter großen Grundstück rund 1,1 Millionen Euro.

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