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Pirna plant neue Fahrradstraßen

Die Stadt will zwei Trassen beidseits der Elbe vorrangig für Radler ausweisen - aus mehreren Gründen.

Fahrradfahrer in Obervogelgesang: Bald noch mehr Sicherheit auf dem Elberadweg?
Fahrradfahrer in Obervogelgesang: Bald noch mehr Sicherheit auf dem Elberadweg? © Daniel Förster

Lernen vom Städtepartner: die Klimaschutz-Verantwortlichen der Partnerstädte Pirna, Remscheid, Reutlingen und Baienfurt treffen sich jährlich, um Erfahrungen auszutauschen. Bei der letzten Konferenz ging es unter anderem darum, wie Reutlingen die Stickoxidbelastung im Stadtgebiet reduzieren will. Ein Projekt dazu betraf auch eine schadstoffarme Fortbewegungsart: das Radfahren. Um den Radverkehr zu stärken, richtete Reutlingen zwei neue Fahrradstraßen ein - besondere Trassen, auf den die Radler einige Vorzüge genießen.

In dieser Hinsicht will Pirna nun nachziehen. Das Rathaus hat dem Stadtrat jetzt vorgeschlagen, zu prüfen, ebenfalls zwei Trassen als Fahrradstraßen auszuweisen. Dabei handelt es sich um die Straße Oberposta vom Abzweig Postaer Straße bis zum Ortsausgang in Richtung Wehlen sowie um den Elberadweg ab dem Abzweig "Am Wasserwerk" über Nieder- und Obervogelgesang bis zum Ortsausgang. 

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Auf beiden Strecken sind sowohl Fußgänger, Radler als auch Autos unterwegs - wenngleich sie hinsichtlich der Pkws nur für den Anliegerverkehr freigegeben sind. 

Aber vor allem in der Radfahrsaison von Ostern bis Oktober sei vor allem der Elberadweg stark von Fahrradfahrern frequentiert. Laut der Stadt sei daher jetzt schon der Radverkehr die bestimmende Verkehrsart auf dieser Strecke. 

Überholen unterbinden

Würde die Trasse nun als Fahrradstraße ausgewiesen - sicher mit dem Hinweis "Kfz frei" oder "Anlieger frei" - würde dieser Akt die Bedeutung als Radfahrpiste nochmals unterstreichen und den Radfahrern ein wichtiges Signal senden, dass man sie wertschätze und den Radverkehr insgesamt aufwerten. 

Und weil Autofahrer auf solchen Straßen besonders aufmerksam sein müssen, trüge diese besondere Trassen zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei. 

Hinzu kommt: werden Fahrradfahrer überholt, gilt seit Kurzem ein Mindestabstand von 1,50 Meter. Bei einer durchschnittlichen Straßenbreite auf der Strecke Oberposta sowie auf dem Elberadweg ist schon jetzt ein solcher Überholvorgang unmöglich - sofern sich Autofahrer an den vorgegebenen Abstand halten. 

Eine Ausweisung als Fahrradstraße würde aus Sicht der Stadt diese fehlende Überholmöglichkeit noch bekräftigen und so den Elberadweg als internationale Radwegeverbindung stärken. 

Radler dürfen nebeneinander fahren

Nach Aussage des Rathauses sei eine Fahrradstraße eine ausdrücklich für Radfahrer vorgesehene Strecke. Sie haben dort Vorrang und dürfen auch nebeneinander fahren. Andere Fahrzeuge dürfen die Trasse nur passieren, wenn dies per Zusatzschild gestattet ist. Zudem müssen sich Autos und Motorräder der Geschwindigkeit der Radler anpassen, als Höchstgeschwindigkeit gilt auf diesen Trassen Tempo 30. Radler dürfen dort weder behindert noch gefährdet werden. 

Pirna hat nun die Stadtratsfraktionen gebeten, sich zu äußern, ob sie diesen Vorschlag unterstützen und ob es aus ihrer Sicht noch weitere Trassen gibt, die als Fahrradstraßen in Betracht kommen.  Pirna will die Pläne in der Sitzung des Stadtrates am 29. September vorstellen.

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