merken
PLUS Pirna

Problemfall Gelbe Tonne in Pirna

In Copitz wurden mehrfach Behälter nicht geleert, an anderer Stelle fehlten sie ganz. Der Entsorger hat inzwischen reagiert.

Gelbe Tonnen (Symbolfoto): In Pirna sind inzwischen alle Behälter ausgeliefert worden.
Gelbe Tonnen (Symbolfoto): In Pirna sind inzwischen alle Behälter ausgeliefert worden. © Kristin Richter

Die gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Pirna-Copitz sah sich kürzlich mit einem Müllproblem konfrontiert. Auf der August-Bebel-Straße, so schildert es Ramona Hübsch vom Vorstand, seien die Gelben Tonnen im Januar nicht entleert worden, das sei aber später nachgeholt worden.

Doch im Februar seien die Behälter an beiden Entsorgungsterminen voll zurückgeblieben. "Dabei war die Straße nicht so verschneit, dass niemand mehr durchkam", sagt Ramona Hübsch. Mehrere Versuche, den zuständigen Entsorger zu erreichen, seien fehlgeschlagen.

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Und es gab noch ein weiteres Problem: An der Äußeren Kohlbergstraße in Pirna fehlten die Gelben Tonnen bis vor Kurzem gänzlich.

Fehlende Behälter wurden ausgeliefert

Heiko Scheffel, Niederlassungsleiter der Firma Kühl Entsorgung in Heidenau, kann heute nicht mehr nachvollziehen, warum die Tonnen im Februar in Copitz nicht entleert wurden. Möglicherweise sei die Straße doch derart verschneit oder vereist gewesen, dass die Fahrzeuge vorübergehend nicht zu den Behältern kamen. Inzwischen, sagt Scheffel, sei ihm kein Problem mehr auf der August-Bebel-Straße bekannt.

In diesem Zusammenhang weist er noch auf folgendes hin: Der Entsorger habe bei den Gelben Tonnen keine Nachentsorgungspflicht, sofern die Behälter ohne Verschulden des Entsorgers einmal nicht entleert werden - weil es sich bei dem Müll in den Gelben Tonnen um nicht verderbliche Abfälle handelt. Sollten einmal Tonnen voll zurückbleiben, werden sie dann zum nächsten regulären Termin entleert.

Und im Bereich Äußere Kohlbergstraße seien die noch fehlenden Tonnen mittlerweile ausgeliefert worden.

Nur noch Tonnen, keine Säcke

Scheffel weist grundsätzlich auch darauf hin, dass inzwischen im Bezug auf den Verpackungsmüll ausschließlich die Gelben Tonnen geleert werden, die früher üblichen Gelben Säcke werden nicht mehr mitgenommen - weil das ganze System mittlerweile von Sack auf Tonne umgestellt wurde.

Und in der Regel sei die Firma Kühl auch bestrebt, alle Anfragen zu beantworten. Aufgrund der Fülle der täglich eingehenden Anrufe und E-Mails bitte man aber um Verständnis, dass man sich nicht in jedem Fall immer sofort um jedes Anliegen kümmern könne.

Totes Wildschwein in der Gelben Tonne

Zudem plagt auch Scheffel ein Problem: Die Gelbe Tonne, sagt er, werde langsam zur zweiten Restmülltonne. Ständig finde man darin Abfälle, die dort nicht hinein gehörten, unter anderem jede Menge Dreck und vor allem Windeln.

Früher bei den Säcken konnten die Entsorger den Inhalt noch sehen, im Zweifel blieben die Säcke unentsorgt liegen. Bei den Tonnen hingegen bleibt den Abholern eine solche Sichtkontrolle verwehrt. Viel Müll, der nicht in die Gelbe Tonne gehört, landet daher bei der Sammelstelle in Heidenau und muss aufwendig getrennt werden.

Die negative Krönung der bisherigen Funde: Als kürzlich Gelbe Tonnen auf dem Firmengelände in Heidenau ausgeleert wurden, fand sich in einem der Behälter ein totes Wildschwein.

Mehr Nachrichten aus Pirna lesen Sie hier.

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen.

Mehr zum Thema Pirna