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Pirna: Schwimmgreifer flickt Ufer-Löcher

Fachleute reparieren vom Wasser aus Randbereiche der Elbe - um zu verhindern, dass sie unterspült werden.

Schwimmgreifer "Meißen" beim Einsatz in Pirna: Weggerutschtes Material wird wieder am Ufer aufgeschüttet.
Schwimmgreifer "Meißen" beim Einsatz in Pirna: Weggerutschtes Material wird wieder am Ufer aufgeschüttet. © Daniel Schäfer

Auf der Elbe in Pirna waren in den vergangenen Tagen seltene Arbeiten zu beobachten: Fachleute reparierten vom Wasser aus Uferbereiche an den Altstädter Elbwiesen.

Im Einsatz war dabei der Schwimmgreifer "Meißen" des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe (WSA) - ein Schiff, auf dem ein Bagger fest montiert ist. Das WSA ist unter anderem dafür zuständig, dass die Elbe schiffbar bleibt und durch die Wasserstraße keine Schäden im Uferbereich entstehen.

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Bei der Reparatur widmeten sich die WSA-Mitarbeiter vordergründig dem sogenannten Deckwerk. Als Deckwerk werden im Wasserbau die äußeren Schutzschichten für Böschungen von Uferbauwerken bezeichnet.

Ihre Aufgabe besteht darin, das Bauwerk wasserseitig gegen die Wirkungen von Wellen und Strömungen zu sichern. Auf diese Weise schützen Deckwerke die besonders gefährdeten Teile der Böschung.

Schutz kommt wieder dorthin, wo er hingehört

Am Altstädter Elbufer in Pirna ist das Deckwerk unmittelbar am Ufer überwiegend mit großen Steinen gepflastert. Andernorts im oberen Elbtal besteht es laut des WSA auch aus lose aufgeschütteten Steinen oder natürlichem Bewuchs.

Am Fuß des Deckwerks liegen in der Regel größere Steine. Diese sogenannte Vorlage wiederum schützt das Deckwerk davor, dass es unter- und ausgespült wird.

Durch den wechselnden Pegelstand der Elbe und die Strömung kommt es gelegentlich vor, dass Teile dieser Vorlage weiter in den Fluss hinein rutschen. Mithilfe des Schwimmgreifers bugsierten die Fachleute nun die in Pirna abgerutschten Teile wieder an jene Stellen, wo sie hingehören.

Uferzone muss frei von Bäumen sein

Darüber hinaus wird die Vorlage auch aus anderen Gründen oft in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem in längeren Niedrigwasser-Perioden laufen oft Spaziergänger auf dem dann trockenen Bereich vor dem Deckwerk. Zudem setzt sich dort häufig unerwünschter Bewuchs fest.

Beide Umstände destabilisieren die Vorlage und lassen sie rutschen, weshalb sie auch deshalb immer wieder an ihren eigentlichen Bestimmungsort zurückgeschüttet werden muss.

Und indem die Vorlage bewegt wird, wird zugleich verhindert, dass dort große Bäume wachsen. Denn nach Aussage des WSA gelte es, den Bewuchs in diesem Bereich im Zaum zu halten, um die Schifffahrt nicht zu gefährden.

Weitere Reparatur-Einsätze geplant

Oft bleibt aber für derartige Arbeiten wenig Zeit. In erster Linie sind die WSA-Mitarbeiter mit dem Schwimmgreifer damit beschäftigt, die Fahrrinne der Elbe auszubaggern, um dauerhaft Schiffsverkehr zu gewährleisten.

Da die Elbe aber seit Wochen reichlich Wasser führt und damit auch die Fahrrinne ausreichend gefüllt ist, können sich die Fachleute laut des WSA jetzt schwerpunktmäßig den Arbeiten an Deckwerk und Vorlage widmen.

Die nächsten Einsätze dieser Art sind in den kommenden Wochen in Bad Schandau und im Kurort Rathen geplant.

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