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Pirna macht Schulweg für Kinder sicherer

Um zur Bushaltestelle zu gelangen, mussten Mädchen und Jungen aus Goes bisher drei Straßen überqueren. Das Engagement der Eltern hat sich gelohnt.

Der neue Fußweg an der Rottwerndorfer Straße macht Theo, Johanna, Sina und Charlotte (v.l.) aus Goes glücklich.
Der neue Fußweg an der Rottwerndorfer Straße macht Theo, Johanna, Sina und Charlotte (v.l.) aus Goes glücklich. © Daniel Schäfer

Freude und Dankbarkeit überwiegen derzeit in Goes. Der Schulweg der Mädchen und Jungen aus dem Dorf zu ihrer Grundschule nach Neundorf wurde jetzt sicherer gestaltet. Das ist vor allem auch auf das Engagement der Eltern zurückzuführen, die seit mehreren Jahren auf eine Schulweg-Lösung pochen. "Wir sind der Stadt Pirna sehr dankbar, dass sie jetzt gehandelt hat", sagt Stefan Jurgeit aus Goes. Er hat zwei Kinder, die die erste und vierte Klasse der Grundschule in Neundorf besuchen.

Mit dem Bus zur Grundschule

Die Schüler aus Goes benutzen üblicherweise den Bus. Dazu müssen sie von Goes aus an der Straße bis zur Rottwerndorfer Straße ins Gottleubatal herunterlaufen, um zur Bushaltestellle "Franz-Schubert-Straße" zu gelangen. Diese befindet sich etwas weiter stadteinwärts von dem Abzweig. Deshalb überquerten die Schulkinder bisher die Rottwerndorfer Straße, dann die Franz-Schubert-Straße, liefen in Richtung Pirna, um dann erneut mithilfe einer Verkehrsinsel die Rottwerndorfer Straße zu passieren. Dort steigen die Jungen und Mädchen in den Bus, der nach Neundorf fährt. "Das heißt, sie mussten bisher drei Straße queren, um zur Bushaltestelle zu kommen. Ein gefährliches Unterfangen", berichtet Jurgeit.

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Geschotterter Weg an der Rottwerndorfer Straße

Unter anderem auf seine Anregung wurde jetzt ein Teilstück des ehemaligen Bahndamms westlich der Rottwerndorfer Straße gerodet und im Auftrag der Stadt aufgeschottert, sagt Pirnas Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin. Das einfriedende Geländer am südlichen Ende der Bushaltestelle wurde entfernt, damit der Zugang zur Haltestelle unkompliziert möglich ist. Der Bauhof schnitt außerdem umliegende Sträucher und Gehölze zurück. Der provisorische Fußweg ist aufgebaut aus circa 40 Tonnen Betonschotter und zwölf Tonnen Mineralstoffgemisch. Um die Oberfläche abzudecken, verwendete der Bauhof Splitt. Drei Leitpfosten sichern den Fußweg. Schulkinder und Passanten können also bequem und sicher direkt von dem Abzweig nach Goes diese rund 100 Meter zur ihrer Bushaltestelle gehen, ohne drei Straßen überqueren zu müssen. Die entstandenen Kosten belaufen sich auf rund 700 Euro, so Nikitin.

Geplant: Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse

Pirna hatte vor gut einem Jahr große Teile der ehemaligen Bahntrassen im Gottleuba- und Seidewitztal erworben mit dem Ziel, dort künftig Fahrradwege anzulegen. "Das machte den Weg für diese Lösung frei. Dabei wissen wir natürlich, dass die Schottervariante nur eine Interimslösung ist, bis der richtige Radweg gebaut wird", erklärt Jurgeit.

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