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Pirna-Sonnenstein: Kein extra Radweg

Die Stadt saniert in diesem Jahr die Herbert-Liebsch-Straße - allerdings ohne einen gesonderten Fahrradstreifen.

Herbert-Liebsch-Straße auf dem Sonnenstein: Straßenausbau ja, extra Radwege nein.
Herbert-Liebsch-Straße auf dem Sonnenstein: Straßenausbau ja, extra Radwege nein. © Norbert Millauer

Bei dem für 2021 geplanten Ausbau der Herbert-Liebsch-Straße auf dem Pirnaer Sonnenstein wird kein gesonderter Schutzstreifen für Radfahrer oder ein extra Radweg angelegt. Dies geht aus einer Analyse des Rathauses hervor.

Als der Stadtrat die Planung für das Straßenbauvorhaben beschloss, beauftragte er die Stadt zugleich, nochmals zu prüfen, ob entlang der Trasse Radverkehrsanlagen angeordnet werden können.

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Nach Aussage der Stadt seien jedoch an der Herbert-Liebsch-Straße keine gesonderten Radwege notwendig. Bei der derzeitigen und auch künftigen Verkehrsbelastung sei es vertretbar, den Radverkehr auf der Fahrbahn zu führen

Auch aus dem Umstand, dass entlang dieser Trasse ein stark frequentierter Schulweg verläuft, ergebe sich keine Notwendigkeit, einen extra Radweg anzulegen. Kinder bis zehn Jahre dürften ohnehin auf dem Fußweg fahren. Aus diesem Grund hatte sich die Stadt beim Ausbau auch für eine maximale Gehwegbreite von 2,50 Meter ausgesprochen.

Geringe Breite lässt Radweg nicht zu

Zudem sprechen auch bauliche Gründe dagegen. Laut der Stadt würde sich durch einen einseitigen Radschutzstreifen die Fahrbahn um 1,50 Meter verbreitern, was wiederum zu höheren Geschwindigkeiten der Autos führen würde, das aber keinesfalls gewollt sei.

Einen Radweg separat neben der Straße zu führen, sei ebenso unmöglich, da dort viele Leitungen im Untergrund liegen.

Würde ein Radfahrstreifen angeordnet, würde sich eine befestigte Breite von 2,50 Meter für den Fußweg plus acht Meter für die Straße ergeben. Eine solche Ausbaubreite sei aber wegen des zur Verfügung stehenden Querschnitts der Trasse nicht möglich. Auch könnten in einem solchen Fall die Randbereiche neben der Straße nicht begrünt werden.

Darüber hinaus könnte bei einer solchen Fahrbahnbreite die dort eingerichtete Tempo-30-Zone optisch auch mit einer Verkehrsinsel nicht ausreichend verdeutlicht werden. Pirna hatte sich für eine Ausbauvariante mit schmaler Trasse und zusätzlichen Einengungen entschieden, um das Tempo auch künftig niedrig zu halten.

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