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Pirna: Wer randaliert auf der Wettinhöhe?

Der Aussichtspunkt ist ein Jugend-Treff geworden. Felsen wurden beschmiert, Feuer entzündet, Müll liegt herum. Das Ordnungsamt kontrolliert, aber ...

Unbekannte haben eine Feuerstelle an dem Aussichtspunkt Wettinhöhe bei Pirna angelegt. Auch Flaschen liegen herum.
Unbekannte haben eine Feuerstelle an dem Aussichtspunkt Wettinhöhe bei Pirna angelegt. Auch Flaschen liegen herum. © Daniel Schäfer

Schön sieht es an der Wettinhöhe, oberhalb der Viehleite, nahe dem Stadtteil Pirna-Sonnenstein, nicht aus. Unbekannte haben einige der Felsen mit Graffiti beschmiert, Müll und leere Schnapsflaschen liegen herum. Auch wird hier gezündelt, worauf eine erloschene Feuerstelle hinweist.

Anwohner und Spaziergänger der Viehleite beklagen, dass sich der beliebte Aussichtspunkt immer mehr zu einem Treffpunkt für Jugendliche entwickelt, die es mit der Entsorgung ihres Mülls und korrektem Verhalten ganz offensichtlich nicht so genau nehmen.

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Sandsteinfelsen an der Wettinhöhe wurden mit Graffiti beschmiert.
Sandsteinfelsen an der Wettinhöhe wurden mit Graffiti beschmiert. © Daniel Schäfer

Stadt kontrolliert wöchentlich

Die Stadtverwaltung kennt das Problem und ist dran. "Seit Sommer 2018 bestreift das Ordnungsamt der Stadtverwaltung Pirna regelmäßig, zeitweilig sogar mehrmals in der Woche, den Treffpunkt", sagt Rathaussprecherin Jekaterina Nikitin auf Anfrage von Sächsische.de. Wetter- und coronabedingt wurden die Kontrollen dann allerdings reduziert, werden jetzt aber wieder intensiviert. "Aktuell lässt die Verwaltung wöchentliche Kontrollen und intensive Säuberung des hinterlassenen Mülls durchführen", informiert Nikitin. Ob damit die Ursache des Problems gelöst wird, ist allerdings fraglich.

Mobile Jugendsozialarbeit in Pirna

Dabei gibt es durchaus Treffpunkte für Jugendliche in Pirna, betont die Stadtsprecherin. Konkret sind es der Jugendtreff Altstadt, der Jugendtreff Olymp auf dem Sonnenstein und der Jugendtreff Blue Sky in Copitz. Betrieben werden die offenen Treffs vom Kinder- und Jugendverein Hanno. Seit der Corona-Pandemie sind sie allerdings temporär geschlossen. Dennoch findet Jugendsozialarbeit statt, betont Nikitin. Die Jugendtreffmitarbeiter suchen ihre Klientel derzeit direkt vor Ort auf. "Wir führen verstärkt mobile Arbeit durch. Das heißt konkret, dass wir die Jugendlichen im öffentlichen Raum aufsuchen, an Punkten, wo wir sie vermuten. Wenn wir junge Menschen treffen, versuchen wir, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, und loten aus, was aktuell ihre Bedürfnisse sind, welche Sorgen, welche Probleme sie haben", sagt Jugendsozialarbeiter Lucas Vogel vom Verein Hanno.

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