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Pirnas neuer Kreisverkehr ist fertig

Ab Montag kann der Verkehr über das Rondell an der Kreuzung Rottwerndorfer/Zehistaer Straße rollen. Nur ein kleiner Engpass bleibt noch.

Neuer Kreisverkehr in Pirna: einen unübersichtlichen, gefährlichen Knotenpunkt entschärft.
Neuer Kreisverkehr in Pirna: einen unübersichtlichen, gefährlichen Knotenpunkt entschärft. © Daniel Schäfer

Seit dem Jahr 2000 arbeitet Pirna das Vorhaben "Ausbau Zehistaer Straße/Liebstädter Straße" ab. Um es zu finanzieren, unterteilte die Stadt das Projekt in mehrere Abschnitte. Dabei entstanden unter anderem neue Brücken über die Seidewitz an der Einsteinstraße und über die Gottleuba an der Zehistaer Straße, ebenso der Kreisverkehr Zehistaer Straße/Einsteinstraße.

Nur ein wichtiges Teil fehlte bislang noch: der Umbau der Kreuzung Zehistaer Straße/Rottwerndorfer Straße an der Adler-Apotheke.

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Dieses Projekt ist nun vollbracht. Im Juni begannen die Bauarbeiten, jetzt ist der neue Kreisverkehr an dem einst unübersichtlichen und gefährlichen Knotenpunkt fertig. Nach Auskunft des Rathauses wechselt das Großvorhaben am 30. November in die nächste Bauphase. Ab diesem Zeitpunkt kann der Verkehr über das fertiggestellte Rondell rollen.

Ein kleiner Engpass bleibt allerdings noch: Die Arbeiter erledigen im Dezember einige Restarbeiten, dabei handelt es sich vor allem um Tiefbau- und Straßenarbeiten im Fahrbahnbereich auf der Clara-Zetkin-Straße. Dafür wird die Trasse auf einem Teilstück halbseitig gesperrt, eine Ampel regelt derweil den Verkehrsfluss.

Die Grünflächen und die Gehwege am Kreisel werden, wenn das Wetter passt, über die Winterpause provisorisch hergerichtet und im nächsten Jahr vollendet.

Bisherige Umleitungen sind passé

Insgesamt aber entfallen ab 30. November sämtliche Umleitungen, die wegen der Kreisel-Baustelle eingerichtet worden waren. Von der Clara-Zetkin-Straße aus können Kraftfahrer nun wieder direkt über den Kreisel stadtauswärts fahren, sie müssen nicht mehr den Umweg vorbei an der Feuerwehr-Hauptwache nehmen.

Von der Zehistaer Straße aus gelangt man im Kreisel in alle Richtungen. Auch von der Rottwerndorfer Straße fließt der Verkehr dann wieder geradeaus in Richtung Zetkinstraße und Stadtzentrum - ohne Umweg über die Seminarstraße. Auf der Seminarstraße wird ab Montag die vorübergehende Einbahnstraßen-Regelung aufgehoben. Dort gibt es erst im nächsten Jahr wieder einen Engpass, wenn die Stadtwerke Kanäle sanieren und die Stadt den Straßenbelag erneuern lässt. Bis dahin dauert es aber noch eine Weile.

Einige Abbiege-Regeln ändern sich

Der neue Kreisverkehr hat einen Außendurchmesser von 35 Meter, die Fahrbahn ist fünf Meter breit. Der Innenkreis ist mit Sandsteinquadern sowie Sandsteinschotter in verschiedenen Korngrößen dekoriert, bepflanzt wird das Rondell mit Blumen, Bodendeckern, Stauden, Gräsern und Gehölzen, die besonders robust sowie hitze- und trockenheitsverträglich sind. Im Kreuzungsbereich und den angrenzenden Pflanzflächen sind weitere Gehölze geplant.

Bei dem Projekt sanierten die Arbeiter auch die Zehistaer Straße vom Kreisel bis zur Ausfahrt Zetkinstraße. Das Besondere daran: Auf der Fahrbahnmitte ist auf einem Teilstück ein Grünstreifen angelegt.

Der Umbau umfasste zudem die Kreuzung Rottwerndorfer Straße/Seminarstraße. Kraftfahrer können nun von der Seminarstraße aus nicht mehr nach links auf die Rottwerndorfer Straße abbiegen. Wer von dort aus stadtauswärts fahren will, muss zunächst nach rechts abbiegen und eine Runde im Kreisverkehr drehen. Ebenso ist es nicht mehr möglich, von der Rottwerndorfer Straße - stadtauswärts gesehen - nach links in die Seminarstraße einzubiegen.

Darüber hinaus gestalteten die Fachleute auch die Einmündung Mühlenstraße um. Sie stößt nun nicht mehr spitzwinklig, sondern rechtwinklig auf die Rottwerndorfer Straße, was die Ein- und Ausfahrt zur Mühlenstraße erleichtert.

Besserer Durchfluss auf der Achse Südumfahrung-Zentrum

Pirna ließ die Kreuzung hauptsächlich aus zwei Gründen umbauen. Zum einen entschärfte die Stadt einen bis dato unübersichtlichen und gefährlichen Knotenpunkt. Die Kreuzung hatte bislang eine etwas eigenwillige Form, die Straßen stießen in einer Art Dreieck aufeinander. Kraftfahrer verloren schnell mal den Überblick, wer Vorfahrt hatte. Immer wieder kam es zu Unfällen.

Zudem befanden sich Kreuzung und angrenzende Straße laut einem Gutachten in schlechtem Zustand. Der Belag war deformiert, rissig und an mehreren Stellen ausgebrochen. Der Bereich galt daher als dringend sanierungsbedürftig.

Zum anderen dient der Kreisel auf einer wichtigen Achse dazu, den Verkehrsfluss zu verbessern. Wenn 2023 die Pirnaer Südumfahrung fertig ist, wird einer Verkehrsprognose zufolge ein Großteil des Verkehrs die Ortsumgehung an der Abfahrt Zehistaer Straße verlassen und weiter in Richtung Stadtzentrum rollen. Über die kombinierten Kreisel Zehistaer Straße/Einsteinstraße sowie Zehistaer Straße/Rottwerndorfer Straße soll der Verkehr künftig weitgehend störungs- und staufrei fließen.

Das Bauvorhaben kostet nach Angaben der Stadt rund 1,5 Millionen Euro und wurde vom Freistaat Sachsen zu 80 Prozent mit Mitteln aus dem Programm "Kommunaler Straßenbau" gefördert.

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