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Arbeitsmarkt im Oktober leicht erholt

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist zuletzt erneut zurückgegangen. Das dürfte sich jetzt wieder ändern.

Die guten Nachrichten von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter gehen jetzt im Corona-Lockdown vermutlich unter.
Die guten Nachrichten von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter gehen jetzt im Corona-Lockdown vermutlich unter. © Egbert Kamprath

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge waren im Oktober insgesamt 6.067 Menschen arbeitslos gemeldet. Somit sank im Vergleich zum September die Zahl der Arbeitslosen um 165 und die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte zurück.

Das verkündete die Arbeitsagentur am Donnerstag, genau einen Tag nach der Verkündung des Lockdowns durch die Regierungen von Bund und Ländern. Dass diese positive Entwicklung jetzt nicht mehr zu halten sein wird, dürfte allen Beteiligten klar sein.

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Trotz des Aufwärtstrends konnte auch im Oktober das Vor-Corona-Niveau noch nicht wieder erreicht werden. Allerdings liegt die Arbeitslosenquote von aktuell 4,8 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung immer noch unter dem Wert von vor drei Jahren.

© SZ Grafik

Fast 2.000 freie Stellen

In diesem Monat ging insbesondere die Zahl arbeitsloser Jugendlicher zurück. Wie üblich zu dieser Zeit nahmen sie im Wesentlichen eine Ausbildung auf. Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften hat jedoch weiter nachgelassen, teilt die Arbeitsagentur mit. „Der Arbeitsmarkt konnte sich bis zum aktuellen Berichtsmonat zwar wieder stabilisieren, wobei die Auswirkungen der Corona-Pandemie Spuren hinterlassen haben. Vor allem die Kurzarbeit konnte im Wesentlichen einen stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit abfedern“, erklärt die Chefin der Arbeitsagentur Pirna, Gerlinde Hildebrand. 

Das gilt erst recht mit den nun verkündeten neuen Corona-Maßnahmen. „Betriebe können sich weiterhin auf dieses Instrument verlassen und sollten Kurzarbeitergeld nutzen, um auch während der nächsten herausfordernden Monate ihre Beschäftigten im Unternehmen zu halten“, erklärt Hildebrand.

Insgesamt waren 1.908 freie Arbeitsstellen aus der Region beim Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur registriert. Das waren annähernd so viele wie im Oktober 2019. Bedarf gab es vor allem im Verarbeitenden Gewerbe, in der Zeitarbeit und im Gesundheits- und Sozialwesen.

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