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Schiekel Dohna hat Pech mit Nachfolgern

Die erste Kandidatin verließ nach einem Jahr die Präzisionssysteme-Firma wieder, der zweite Co-Chef hielt es auch nicht lange aus. Sind aller guten Dinge drei?

Peter Schiekel führt seit dem Tod seines Bruders vor fünf Jahren das Unternehmen allein.
Peter Schiekel führt seit dem Tod seines Bruders vor fünf Jahren das Unternehmen allein. © Norbert Millauer

Peter Schiekel hatte es sich so schön gedacht. Er wollte sich in seinem Dohnaer Unternehmen schrittweise zurückziehen, in die zweite Reihe treten, sprich aus dem operativen Geschäft in den Hintergrund. Und es fing auch gut an. Vor vier Jahren präsentierte er Lara Knuth. Eine Frau in der Branche, das sorgte für Aufmerksamkeit. 2017 stand Lara Knuth auf der Liste der Top 100 der weiblichen Führungskräfte in Deutschland. Doch bei den Präzisionssystemen in Dohna passte es dann irgendwie doch nicht. Nach einem reichlichen Jahr war sie wieder weg. Seriös und im Einvernehmen, hieß es damals.

Lara Knuth: Kam 2017 und ging 2018 schon wieder.
Lara Knuth: Kam 2017 und ging 2018 schon wieder. © Norbert Millauer

Wieder suchte Peter Schiekel. Voriges Jahr fand er schließlich Uwe Sippach. Der war sogar schon da, als Prokurist. Am 1. Juli 2020 übernahm er das operative Geschäft. Nach nicht einmal einem Jahr ist nun auch das Duo Schiekel-Sippach gescheitert. Diesmal heißt es lapidar, die Doppelspitze habe sich nicht bewährt. Das heißt jedoch nicht, dass sich Schiekel prinzipiell von der Teilung verabschiedet hat. Denn man habe den Prozess um die Gestaltung der Firmenspitze neu aufgenommen. Vorerst steht Schiekel also erst einmal wieder allein.

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Uwe Sippach (links): War schon seit 2018 als Prokurist im Unternehmen, bevor er am 1. Juli 2020 das operative Geschäft übernahm. Nun ist auch er wieder weg.
Uwe Sippach (links): War schon seit 2018 als Prokurist im Unternehmen, bevor er am 1. Juli 2020 das operative Geschäft übernahm. Nun ist auch er wieder weg. © Lachmann/SPS

Woran es diesmal gelegen hat, wird nicht kommuniziert. Es sind wohl eher menschliche als fachliche Faktoren. Ob Schiekel zu streng ist oder zu viel fordert, sich doch noch zu sehr einmischt oder sich die Ansichten zweier Führungs-Generationen grundsätzlich unterscheiden? Voriges Jahr hatte auch die langjährige Personalchefin das Unternehmen verlassen. Schiekel selbst will darüber nicht reden. Er spricht lieber von der Firma, die sich nach einem deutlichen Umsatzrückgang im vorigen Jahr langsam wieder erhole. Statt Kurzarbeit sind inzwischen wieder Überstunden angesagt.

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Schiekel aber steht jetzt wieder da, wo er vor über vier Jahren schon einmal stand. Nur dass eben vier Jahre vergangen sind, er inzwischen 67 ist und eigentlich schon nicht mehr jeden Tag in der Firma sein wollte. Der plötzliche Tod seines Bruders 2016 hatte ihn damals veranlasst, rechtzeitig seine Nachfolge zu klären. Nun muss er darauf hoffen, dass aller guten Dinge drei sind.

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