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SOE: SPD nominiert jüngsten Kandidaten

Der 23-jährige Fabian Funke will für die Inhalte der Partei werben. Die setzt sich immer mehr vom Regierungspartner CDU ab.

Fabian Funke kämpft für die SPD um das Direktmandat zur Bundestagswahl.
Fabian Funke kämpft für die SPD um das Direktmandat zur Bundestagswahl. © SZ/Gunnar Klehm

Trotz seiner Jugend hat Fabian Funke schon eine große Spannweite an Themen drauf, von der Kommunalpolitik bis zur Globalen politischen Ökonomie. Letzteres ist der Schwerpunkt seines Studiums an der TU Dresden. Das ist der nächste berufliche Schritt nach seinem Bachelor-Abschluss „Internationale Beziehungen“.

Vor Ort gehört der Heidenauer sowohl dem Orts- als auch dem Kreisvorstand an und ist nebenberuflich der Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Kreistag. Ein weiteres Amt kommt noch hinzu. Funke ist stellvertretender Vorsitzender der Jusos in Sachsen. Nun schicken ihn seine Genossen auch noch in den Bundestagswahlkampf. Der Kreisverband nominierte ihn am Freitag, dem 26. März, als Direktkandidaten für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Die SZ sprach mit dem 23-Jährigen über seine politischen Ambitionen.

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Herr Funke, warum tun Sie sich diese aussichtslose Mission an, den Wahlkreis gewinnen zu wollen?

Die SPD hat politische Grundwerte, für die ich voller Überzeugung antrete. Die Ausgangsposition ist nicht gerade rosig, aber mit unserem Wahlprogramm können wir etwas reißen. Für mich ist es auch eine Ehre, diese Positionen vertreten zu dürfen.

Im Entwurf des Wahl-Programms der SPD steht unter anderem, dass eine Vermögenssteuer in Deutschland eingeführt werden soll. Das wird dem Regierungspartner nicht gefallen.

Es kommt darauf an, wen Sie meinen. Dass die CDU nicht unser Wunschpartner war, ist doch seit 2017 klar. Wir als Jusos hatten damals schon gesagt: Lieber Opposition als Große Koalition. Daran hat sich bei mir nichts geändert. Mit unserem Programm haben wir eine klare Zukunftsperspektive formuliert. In diesem Jahr heißt es, kämpfen für ein freies, gerechtes und solidarisches Land. Wir können nicht zulassen, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht. Geringverdienende und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürfen nicht die Hauptlast der Krise tragen. Dazu brauchen wir nicht nur Mechanismen zur Umverteilung der Vermögen, sondern auch zur Sicherung unseres Sozialstaats. Neben der Wiedereinführung der Vermögenssteuer sei auch gleich eine gerechtere Bildungspolitik genannt.

Was spielt es für Sie für eine Rolle, dass Sie aktuell der jüngste Kandidat im Landkreis sind?

Das wird natürlich Thema bleiben. Es könnte sogar hilfreich für unsere Erstwähler-Kampagne sein, die wir planen. Ich sehe mich auch ein bisschen als Gegenstück zu Kandidaten wie Klaus Brähmig. Ich bin nicht nur jung und progressiv, sondern stehe auch für Zukunftsvisionen. Dabei darf keine Klientel-Politik im Vordergrund stehen, sondern es geht mir um alle Generationen. Da sind mir Lösungen für die Rente ebenso wichtig, wie beispielsweise mehr Zuwendung zu Familien. Wir müssen davon wegkommen, dass alles schlecht ist. Viel wichtiger sind Antworten auf die Frage: Was braucht es, um für die Zukunft gewappnet zu sein? Das zu erklären, darauf freue ich mich, wie der Wahlkampf in Corona-Zeiten auch immer ablaufen wird.

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