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Riesenandrang bei Impfaktion in Pirna

Bei der Impfaktion in Pirna mussten Wartende weggeschickt werden. Das lag aber nicht an fehlendem Impfstoff, sondern an der Personalkapazität.

Von Daniel Förster
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Impfaktion in Pirna: Nicht der Impfstoff ist begrenzt, sondern die Kapazität des Personals.
Impfaktion in Pirna: Nicht der Impfstoff ist begrenzt, sondern die Kapazität des Personals. © Daniel Förster

Die Helfer des mobilen Impfteams haben mit Filzstift ein Blatt Papier beschrieben: "Kein Impfstoff mehr da!", heißt es auf dem Zettel, der an der Tür des Stadthauses in Pirna hängt. In dem Gebäude am Pirnaer Markt fand am Wochenende eine Impfaktion gegen das Coronavirus statt. Ein Impfarzt und das medizinische Personal erlebten dabei einen regelrechten Ansturm.

Mangelt es tatsächlich an Impfstoff? Nein. Grundsätzlich ist genügend Impfstoff vorhanden. Vor dem Stadthaus in Pirna hatten sich jedoch am 13. November weitaus mehr Impfwillige eingefunden, als ein Arzt innerhalb der angesetzten Zeit von sechs Stunden impfen kann. Bereits kurz vor dem Mittag mussten die ersten Wartenden wieder weggeschickt werden, weil abzusehen war, dass der enorme Andrang nicht zu bewältigen ist.

Zahlreiche Menschen warteten stundenlang auf ihre Impfung, andere drehten unverrichteter Dinge wieder um. Damit die Impfwilligen, die bis zu vier Stunden vor dem Haus Schlange standen, nicht umsonst warteten, wurde frühzeitig der besagte Zettel an die Tür gehängt.

Im Stadthaus Pirna wird auch am 15. und 16. November, jeweils von 10 bis 16 Uhr, weiter geimpft. Eine Übersicht über alle Impfaktionen im Landkreis findet sich beim DRK Sachsen.