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Pläne zur Toilette an der Sternwarte

Es fehlen Toiletten- und Duschräume auf dem Sportareal hinter der Grundschule, wo sich auch die Sternwarte befindet. Jetzt deutet sich eine Lösung an.

So schön ist die Sternwarte in Graupa. Aber ein stilles Örtchen für die Gäste fehlt.
So schön ist die Sternwarte in Graupa. Aber ein stilles Örtchen für die Gäste fehlt. © Daniel Förster

Die Besucher der Sternwarte in Graupa haben ein Problem, wenn sie ein dringendes Bedürfnis verspüren. Sie müssen im Dunkeln zu den Toilettenräumen der Turnhalle laufen, eigene Sanitärräume hat die Warte nicht. Nicht jeder Himmelsbeobachter würde jedoch den Weg, sondern nur den ersten Baum finden, stellte Ortschef Gernot Heerde jüngst fest.

Aber auch für die Nutzer des Kunstrasensportplatzes, der an das Sternwarte-Areal angrenzt, wird es eng. Die Sportler sind ebenso auf die Sänitärräume der Sporthalle angewiesen. "Finden in der Sporthalle und auf dem Rasenplatz am Wochenende Veranstaltungen parallel statt, wird es sehr knapp mit den Umkleiden und Duschen", sagt Heerde.

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Wasseranschlüsse fehlen

Über diese Problematik sprach er jetzt mit Vertretern der Pirnaer Stadtverwaltung. Es scheint sich eine Lösung anzudeuten. "Die Idee ist, einen Sanitärcontainer aufzustellen", sag Heerde. Dafür sei aber zunächst zu prüfen, welche Wasseranschlüsse neu verlegt werden müssten. Außerdem muss ein Kostenvoranschlag erstellt werden. Die Maßnahme selber ist noch nicht im Haushaltsplan der Stadt Pirna eingestellt.

Von der Sternwarte zum Vortragszentrum

Allerdings haben die Betreiber der Sternwarte größere Pläne als nur die Lösung des Toiletten-Problems. Die große Vision von Sternwarten-Betreuer Ralf Müller und seinem Team ist, die Einrichtung zu einem modernen populärwissenschaftlichen Vortragszentrum auszubauen.

Der jetzt noch recht karg anmutende Schulungsraum soll modernisiert werden und künftig Platz für 45 bis 50 Personen haben. In Richtung Norden soll ein Anbau als Foyer entstehen, wo auch Ausstellungen gezeigt werden könnten. "Das ist eine Aufgabe für die nächsten Jahre", sagt Müller, der die Gesamtsumme der Maßnahmen auf 300.000 Euro schätzt.

Mehr Angebote für Schüler geplant

Eine Aufwertung der Graupaer Sternwarte lohne aber in jedem Fall. Da sind sich alle einig. Geplant ist nämlich eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Warte und den Schulen in der Region. "Das Fach Astronomie wird im Physikunterricht leider nur noch gestreift. Wir fühlen uns der einstigen Schulsternwarte verpflichtet und möchten künftig Lehrern und Schülern noch mehr Angebote machen, unter anderem Fachvorträge und Beobachtungen bei speziellen Himmelserscheinungen", erklärt Müller.

1977 bis 1979 wurde die Schulsternwarte Graupa mit Unterstützung von Eltern errichtet. 2015 übernahm der Verein Pro Graupa die Einrichtung.

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