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Schwertransport auf der Elbe in Pirna

Ein großer Schiffsrumpf eines künftigen Tankers ist mit einem Schubverband durch das Elbtal transportiert worden.

Der Schubverband aus dem Rohbau und Edda auf der Elbe in Pirna zwischen Stadtbrücke und Sachsenbrücke.
Der Schubverband aus dem Rohbau und Edda auf der Elbe in Pirna zwischen Stadtbrücke und Sachsenbrücke. © Marko Förster

Trotz Corona - aber der derzeitige Wasserstand machte es möglich. Ein riesiger, manövrierunfähiger Frachtschiffkörper ohne Motor und Aufbauten bewegt sich in Sachsen auf der Elbe. Nachdem der 110 Meter lange, 11,45 Meter breite und 4,86 Meter hohe Riesen-Schiffstorso eines künftigen Tankers mit der Kraft vom deutschen Stromschubschiff „Edda“ zunächst durch das Elbsandsteingebirge gesteuert wurde, „zwängte“ sich der Kasko - vorneweg das CSPL-Schubschiff „TR 15“ als Bugruderhilfe - erst durch Pirnas historische Stadtbrücke hindurch und dann weiter durch Dresden nach Riesa.

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„Edda“ hatte den enorm langen Stahlrumpf, gebaut in einer Werft in Nordböhmen, in Pirnas Partnerstadt Děčín (Tetschen-Bodenbach) abgeholt. Noch am Freitag lag der Riesen-Tanker an der tschechisch-deutschen Grenze zwischen Hrensko (deutsch: Herrnskretschen) und Schmilka. Am rechtselbischen Ufer hatte er seinen Nachtplatz. Im Morgengrauen lichtete die Besatzung die Anker. Seitdem bewegt sich der insgesamt 163 Meter lange Schiffsverband auf deutschem Hoheitsgebiet.

Laut der Berliner Reederei Ed Line, die den Spezialtransport auf der Elbe realisiert, wird der supergroße Tankerkasko nun nach Hamburg und später über die Nordsee weiter nach Holland überführt. Der Wasserstand sei derzeit dafür ideal, Herausforderungen sei nur die Größe des Schiffsrumpfes, erklärt Ed Line-Geschäftsführer Per Preußer. „Das reibungslos zu bewerkstelligen, ist unserer Job.“ Mindestens 135 Zentimeter Fahrrinnentiefe sind für die Schifffahrt notwendig. Damit jedoch dieser spezielle Schubverband fahren kann, muss die Fahrrinnentiefe sogar 1,50 Meter betragen.

Am Sonnabend erreichte der Verband zunächst Riesa, um dann am Sonntag gen Magdeburg weiter zu fahren. In Holland wird das Tankschiff komplettiert bevor er in den Dienst gestellt wird und mit ihm Öle und Schweröle transportiert werden.

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