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SOE: So viele Kandidaten wie noch nie

Neun Männer und zwei Frauen wollen das Direktmandat für den Bundestag holen. Der Wahlausgang ist spannender denn je.

Am 26. September wird der Bundestag neu gewählt.
Am 26. September wird der Bundestag neu gewählt. © dpa

Es sind keine 70 Tage mehr, dann ist es Gewissheit, wer den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im nächsten Bundestag vertritt. Am 26. September oder schon vorher per Briefwahl wird mit der Erststimme entschieden, wer das Direktmandat erhält. Dabei ist ganz egal, wie das Ergebnis der Parteien ausfällt, was mit der Zweitstimme und dem dazu notwendigen Kreuzchen auf dem Stimmzettel entschieden wird.

Die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen für das Direktmandat endete am Montag um 18 Uhr. Bis dahin wurden zwölf Wahlvorschläge für den hiesigen Wahlkreis 158 beim zuständigen Wahlleiter eingereicht, teilt das Landratsamt mit. Elf Kandidaten sind Sächsische.de namentlich bekannt.

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Weniger Unterschriften erforderlich

Die Parteien, die bereits im Bundestag oder einem Landtag vertreten sind, brauchten nur ihre Kandidaten zu nominieren. Das haben CDU, SPD, Die Linke, Grüne, FDP, AfD und Freie Wähler getan. Zudem haben die Parteien ÖDP und die Basis Kreiswahlvorschläge für Direktkandidaten eingereicht.

Außerdem liegen die Kreiswahlvorschläge einer Einzelbewerberin und eines Einzelbewerbers vor. Diese, als auch ÖDP und Basis mussten zuvor mindestens 50 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten im Wahlkreis 158 einreichen. Ursprünglich waren 200 Unterschriften gefordert. Weil die Corona-Maßnahmen das jedoch erschwerten, wurde die Zahl per Wahlgesetz-Änderung auf 50 reduziert.

So umkämpft war der Wahlkreis noch nie. Vor vier Jahren gab es acht Kandidaten, 2013 neun, in den Jahren 2009, 2005 und 2002 je sieben Direktkandidaten. Davor wurde noch in zwei getrennten Wahlkreisen in der Sächsischen Schweiz und im ehemaligen Weißeritzkreis gewählt. Doch auch da gab es weniger Bewerberinnen und Bewerber: 1998 jeweils sechs Kandidaten, 1994 jeweils vier und 1990 sechs beziehungsweise acht Kandidaten.

Der Wahlkommission im Landkreis liegt außerdem ein Wahlvorschlag einer Vereinigung vor, die vom Bundeswahlausschuss für die Bundestagswahl nicht als Partei anerkannt wurde. Nach Auskunft des Bundeswahlleiters wurde hiergegen seitens der Vereinigung Beschwerde beim Verfassungsgericht erhoben. Danach wird sich entscheiden, ob es doch nur elf Direktkandidaten im Wahlkreis werden. Doch auch das ist ein neuer Höchstwert.

Über die Zulassung der Kreiswahlvorschläge zur Bundestagswahl entscheidet der Kreiswahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung am 30. Juli, 13:30 Uhr im Kreistagssaal auf dem Pirnaer Sonnenstein. Am selben Tag entscheidet der Landeswahlausschuss in Kamenz über die Zulassung der eingereichten Landeslisten der Parteien, teilt das Landratsamt mit.

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Das sind die bisher bekannten Kandidatinnen und Kandidaten: Steffen Janich (AfD), Corinna Franke-Wöller (CDU), André Hahn (Die Linke), Fabian Funke (SPD), Nino Haustein (Grüne), Dirk Jahn (FDP), Christoph Fröse (Freie Wähler), Dirk Zimmermann (ÖDP), Roberto Mauksch (Basis), sowie die Einzelbewerber Helga Queck und Klaus Brähmig.

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