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Uwe Kuhl verlängert Vertrag in Sebnitz

Der 55-Jährige hat beim BSV Sebnitz ein vielversprechendes Comeback als Trainer gefeiert und die Mannschaft auf Platz eins der Fußball-Landesklasse Ost geführt.

Uwe Kuhl: Der 56-Jährige feiert ein tolles Trainer-Comeback in Sebnitz, führte den BSV auf Rang eins der Landesklasse Ost.
Uwe Kuhl: Der 56-Jährige feiert ein tolles Trainer-Comeback in Sebnitz, führte den BSV auf Rang eins der Landesklasse Ost. © Marko Förster

Auch beim BSV 68 Sebnitz fiebern Spieler und Trainer der Rückkehr auf den Rasen entgegen. Die laufende Landesklasse-Saison steht unmittelbar vor dem Abbruch, der BSV auf Rang eins der Staffel Ost. Im Moment laufen die Vertragsgespräche, der 56 Jahre alte Cheftrainer Uwe Kuhl hat sich schon festgelegt.

Uwe, Sie feierten nach längerer Pause beim BSV ein bemerkenswertes Trainer-Comeback. Wie geht es nun weiter?

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Ich bin wieder auf den Geschmack gekommen, was natürlich auch mit dem sportlichen Ergebnis zu tun hat. Wir stehen auf Platz eins der Landesklasse Ost und werden die Serie dort wohl auch beenden. Ich denke, die Saison wird in dieser Woche vom SFV abgebrochen. Ich hoffe, wir können uns bald wieder zum Training treffen.

Also machen Sie weiter?

Zumindest habe ich der Vereinsführung zugesagt, ein Jahr anzuhängen. Ich möchte beim BSV schon eine komplette Saison auf der Trainerbank sitzen.

Haben Sie schon einen Überblick, ob alle Spieler aus dem aktuellen BSV-Kader zur Stange halten werden?

Zumindest ist mir kein Spieler bekannt, der im Sommer aufhören will. Einhelliger Tenor in dieser verschworenen Truppe ist: „So wollen wir nicht aufhören.“

Wird es Neuzugänge geben?

Nach Ostern setze ich mich mit der sportlichen Leitung zusammen und dann kommt alles auf den Prüfstand. Im Moment habe ich etwas wenig Zeit. Wir bauen gerade ein kleines Reihenhaus in Friedrichswalde mit vier Gewerken aus, daher kommt mir die Pause sogar ein Stück entgegen.

Ihre Mannschaft ist Tabellenerster der Landesklasse Ost. Sollte der Verband einen Aufstiegsplatz vergeben, geht der BSV dann in die Landesliga?

Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Ich denke, dass das nicht passieren würde, aber die Entscheidung trifft die Vereinsführung. Ich bin der Letzte, der gegen einen sportlichen Aufstieg ist, aber es muss ja einen Sinn ergeben. Wir bräuchten sicher vier, fünf neue Spieler, die Rahmenbedingungen müssen auch passen und wir mindestens dreimal pro Woche trainieren. Wissen Sie, ich habe das selbst in Heidenau erlebt. Du willst unbedingt hoch, holst viele neue Spieler und am Ende geht die der Zusammenhalt im Kader verloren. Und es wäre ein Jammer, wenn das dieser Super-Truppe passieren würde. Also, nein, ich glaube nicht, dass wir aufsteigen würden.

Freuen Sie sich schon auf die erste Trainingseinheit mit Ihren Schützlingen?

Ja, die Frage ist nur, wann das sein wird. Im Moment habe ich kein Gefühl, wann es losgehen könnte. Für mich wird das dann auch Neuland. Die Jungs hatten ein halbes Jahr kein Mannschaftstraining. So eine Situation kenne ich nicht als Trainer. Keine Ahnung, wie sich jeder Einzelne dann körperlich präsentiert. Aber die Vorfreude wächst und es wird schon ein wenig spannend werden.

Wie läuft Ihre Schülerhilfe in Freital während der Corona-Pandemie?

Es gibt sicher Selbstständige, die durch die Corona-Krise sehr viel stärker betroffen waren und sind. Der Großteil unserer Schüler, die wir bereits in der Lernhilfe hatten, konnten wir mittels Online-Schulung weiter betreuen. Trotzdem hoffe ich, dass wir bald vor Ort die Türen öffnen können.

Das Gespräch führte Jürgen Schwarz

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