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Vom Bob-Weltrekordler zum Riverboat-Star

Francesco Friedrich ist bei seinem dritten Besuch in der Talkrunde als Jüngster ein alter Hase. Er hört interessiert zu und plaudert entspannt.

Bobfahrer Francesco Friedrich war am Freitag Gast bei der Talkrunde Riverboat.
Bobfahrer Francesco Friedrich war am Freitag Gast bei der Talkrunde Riverboat. © Kirsten Nijhof

Er sitzt zwischen Täve Schur und Ministerin Petra Köpping. Er ist 70 Jahre jünger als Herbert Köfer und der Jüngste in der Runde der Riverboat-Gäste am Freitagabend, das dritte Mal zu Gast und diesmal als Fünfter an der Reihe. Eigentlich ist Francesco Friedrich gewohnt, Erster zu sein. Aber das gilt für die Bobbahn.

Friedrich bedankt sich am Anfang kurz für die Glückwünsche von Moderatorin Kim Fisher und lauscht dann erst einmal dem 100-jährigen Herbert Köfer. Wahnsinnig interessant sei das, unglaublich, wie relaxt der Schauspieler sei. Einmal fängt die Kamera Friedrich ein, wie er, das Gesicht auf die Hand gestützt, der Lehrerin Ines Kutzner zuhört, die mit ihren Videos für ihre Grundschüler zum Youtube-Star geworden ist. Friedrich ist einer der Gäste der Sendung, die den anderen zuhören können, was nicht immer der Fall ist. Am Freitag aber war die Runde recht ausgewogen.

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Der Mann mit den zwei Familien

Francesco hat einen Helm und zwei Pokale mitgebracht. Die Art, wie er über sein Missgeschick mit dem ausgebrochenen inneren Visier beim Helm spricht, ist lebendig und mit einem Lächeln über sich selbst. Auch die Erinnerung an 2012, als er mit dem Zweier-Bob an den Start ging, aber sein zweiter Mann beim Anlauf nicht in den Bob kam. Gemerkt habe er das erst am Ende der Fahrt. Als dann in der Sendung am Freitagabend eine Sirene eingespielt wird, wissen die Kenner Bescheid. Es ist das Wunsch-Startlied vom Team Friedrich. Damit wird den anderen Teams sinnbildlich gezeigt, was sie zu erwarten haben, wenn "Franz" an den Start geht. Trotzdem und gerade deshalb sind die Bobfahrer "eine coole Familie".

Trophäen im Pirnaer Rathaus

Zu der gehört auch, dass man sich hilft. So wie Friedrich dem Österreicher Benjamin Maier bei einer Crowdfunding-Aktion. Familie ist Friedrich wichtig, auf und an der Bahn und zu Hause in Pirna. Da ist er dann der Ehemann und Vater. Während er die Bahn hinuntersaust, bibbert sie am Rand. Auch wenn er in der Welt unterwegs ist, kann viel passieren, wirft Moderatorin Kim Fisher ein. "Das kann es auch, wenn ich auf die Straße gehe", sagt Friedrich ruhig und gelassen.

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Zum dritten Mal ist der Pirnaer Weltrekordler am Freitagabend zu Gast in der Sendung. Vorher hat der Familienvater noch etwas anderes zu erledigen.

Elegant erwähnt er den Kreissportbund und das Pirnaer Rathaus. Dort können, wenn es denn Corona wieder möglich macht, seine Trophäen in einer Vitrine bestaunt werden. Kim Fisher würde sich freuen, wenn Francesco wieder einmal in die Riverboat-Runde kommt. Vielleicht nach Olympia 2022. "Sehr gern", sagt Friedrich, und das klingt nach einer Zusage.

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