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Fußball-Landesklasse: Heidenau verliert und Dohnas Trainer tritt zurück

Bei der Niederlage in Colditz sitzt Jörg Horn nicht mehr auf der Bank. Sebnitz verspielt in Oderwitz einen 3:0-Vorsprung.

Der Heidenauer Rocky Zimmer schaut lieber weg. Chemnitz nahm die drei Punkte mit.
Der Heidenauer Rocky Zimmer schaut lieber weg. Chemnitz nahm die drei Punkte mit. © Marko Förster

Schon vor dem 3. Spieltag der Fußball-Landesklasse Mitte gab es den ersten Trainer-Rücktritt. Beim SV Chemie Dohna warf Jörg Horn das Handtuch, nachdem sich seine Mannschaft im Landespokal in Kreinitz (3:8) und anschließend auch in den Meisterschaftsspielen in Gröditz (0:4) und Pirna-Copitz (0:5) in desolater Verfassung präsentiert hatte.

Am Sonntag unterlag Dohna beim HFC Colditz mit 0:4 (0:2). Co-Trainer Bodo Palmer betreute das Team, steht nun aber auch nicht mehr zur Verfügung. Der 73-Jährige, bis 2020 Sportlicher Leiter, zur Situation: „Es lief schon in der Vorbereitung nicht gut. Durch das ständige Training auf Kunstrasen gibt es viele Verletzte. Leider dürfen wir kaum auf den Rasenplatz. Wir mussten zuletzt mit Spielern antreten, die durch längere Verletzungspausen oder arbeitsbedingt nicht trainieren konnten und einfach nicht fit waren.“

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Der Heidenauer SV konnte Spitzenreiter VfB Fortuna Chemnitz nicht in Schach halten (0:2). Beide Treffer markierte Norman Weckert (21., 57.). Routinier Manuel Kahlig befand: „Der Sieg für sehr gute Chemnitzer ist in der Höhe verdient. Fortuna macht zwei Tore nach Ecken und war bei Standards immer gefährlich.“ Heidenau hielt aber gut dagegen. Einmal scheitert Alexander Kavgic im Eins gegen Eins am starken Gäste-Hüter, Anfang der zweiten Halbzeit parierte der Keeper stark gegen Oliver Franz. „Alles in allem war es von der Truppe nach der Niederlage gegen Radeberg eine sehr gute Reaktion“, so Kahlig. Nach drei Spielen steht für den HSV aber nur ein mageres Pünktchen zu Buche.

Copitzer Reserve holt zweiten Sieg

Besser läuft es für die „Zweite“ des VfL Pirna-Copitz. Nach dem Derbysieg über Dohna gelang auch gegen den SV Bannewitz einen Heimdreier (2:0). Philipp Kreische (26.) und Tom-Steven Ritter (89.) erzielten im Willy-Tröger-Stadion die Tore. „Meine Jungs haben sich über ihren Kampfgeist den Sieg verdient. Es war ein intensives Spiel, wir haben gut gegenhalten und unsere Chancen genutzt“, freute sich VfL-Coach Holger Weinhold. „Für uns ein gebrauchter Tag. Wir waren stark ersatzgeschwächt und die, die anwesend waren erreichten nicht wirklich Normalform“, ärgerte sich Mario Bräuer, Sportlicher Leiter der Bannewitzer. Und SVB-Trainer Holger Steinhardt ergänzte: „Die Pirnaer traten kämpferisch und mannschaftlich geschlossener auf und haben verdient gewonnen. Wir waren mehr mit uns als mit dem Gegner beschäftigt.“

In der Landesklasse Ost führen Fortuna Trebendorf und der SV Wesenitztal die Tabelle mit der Maximal-Punktzahl an. „Unser Sieg war etwas glücklich, der Unparteiische war nicht unbedingt ein Heim-Schiedsrichter“, meinte der Wesenitztaler Coach Uwe Rahle nach dem 2:0 beim FC Stahl Rietschen-Spree. Martin Schiefner (54.) und Paul Joachim Leuner (60.) trugen sich in die Torschützenliste ein. Den Gastgebern, die kurz vor Schluss dezimiert wurden (Gelb-Rot für Szynke) wurden zwei Tore nicht anerkannt. „Der Platz war sehr schlecht, daher ging es nur über den Kampf. Und den haben wir gut angenommen“, freute sich Rahle.

Wesentlich schlechter war die Gemütslage von Uwe Kuhl, dem Trainer des BSV Sebnitz. Seine Elf führte in Oderwitz zur Pause schier uneinholbar 3:0 – und unterlag am Ende mit 3:5. Kuhl zu allem Überfluss auch noch die Gelb-Rote Karte. Michael Kunze, Gabor Zirkel und Sven Torlee (Strafstoß) hatten zwischen der 24. Und 35. Minute für Sebnitz getroffen. Nach dem Wechsel bekam die BSV-Defensive vor allem den dreifachen Torschützen Dawid Wieckiewicz nie in den Griff.

„Unsere erste Halbzeit war richtig stark, da hätten wir auch höher führen können. Leider hat uns in der zweiten Hälfte der Mut verloren“, konstatierte Michael Kunze. „Oderwitz hat unheimlich Druck gemacht. Viele lange Bälle, viele Standards. Wir haben völlig die spielerische Linie verloren, leider auch der Schiedsrichter.“ Philip Henke bekam einen Ellenbogen ins Gesicht, trug eine Platzwunde davon - aber Malte Grünert aus Bischofswerda pfiff nicht. „Wir kassieren das 2:3, sind danach noch in Unterzahl und es fällt das 3:3“, ärgerte sich Kunze. „Für die Zuschauer war es sicher ein interessantes Spiel, leider nicht mit dem erhofften Erfolg für uns.“

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