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Heidenau hält Corona in Schach

Deutsche Schach-Online-Liga startet am 18. Januar ihr zweites Turnier. SSV Heidenau ist mit einem Nachwuchsteam und zwei Männer-Mannschaften dabei.

© Daniel Schäfer

Schach gilt für manche als Randsportart. Doch aktuell liegen die Denksportler ganz weit vorn. Beim Heidenauer Schachklub haben die Verantwortlichen alle Hände voll zu tun, denn ab 18. Januar startet die zweite Saison der Deutschen Schach-Online-Liga (DSOL). Gespielt wird bis Mai, die Heidenauer schicken ein Nachwuchsteam und zwei Männer-Mannschaften ins Rennen.

Insgesamt 17 Spieler werden sich auf die drei SSV-Teams verteilen. Beim ersten Turnier mit 246 Mannschaften im Sommer 2020 waren die Elbestädter noch nicht dabei. Anders die sächsischen Sportfreunde vom Zwickauer SC, die bei der ersten Auflage in der 5. Liga bis ins Viertelfinale vorstießen. „Bei manchen Gegnern mussten wir nachschauen, wo der Ort eigentlich liegt. Mitunter haben kleine Gemeinden richtig gute Schachteams“, sagt Lutz Faber, der ZSC-Vizepräsident. Neben Heidenau und Zwickau sind auch sächsische Teams aus Dresden, Leipzig, Chemnitz, Großröhrsdorf und Taucha am Start.

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Der Deutsche Schachbund (DSB) setzt das Projekt gemeinsam mit Chess-Base um. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg entwickelt und vertreibt Schach-Software und betreibt eine Schach-Datenbank. „Die andauernde Corona-Pandemie hemmt den Spielbetrieb in den deutschen Schachligen und es ist regional unterschiedlich nur ein begrenztes Angebot für Mannschaftskämpfe verfügbar“, so der Verband in einer Pressemitteilung. „Ein Großteil der Online-Spielmöglichkeiten richtet sich an Einzelpersonen und wird mit Blitzbedenkzeit gespielt. Viele Schachfreundinnen und Schachfreunde haben daher gerne das Angebot der DSOL angenommen und sich für eine Fortsetzung ausgesprochen.“ Mehr als 150 Teams haben sich deutschlandweit angemeldet. Am 15. Januar werden die Mannschaftsleiter beim sogenannten Captains-Meeting per Zoom eingewiesen.

Liga-Meister geht eine Klasse höher

Jeder Verein konnte beliebig viele Mannschaften melden, die jeweils aus vier Stamm- und bis zu sechs Ersatzspielern bestehen. Die Teams werden entsprechend dem Wertungsdurchschnitt ihrer Stammspieler in verschiedene Ligen mit jeweils vier Staffeln eingeteilt. Gespielt wird auf dem sogenannten Chess-Base-Server, an vier Brettern mit einer Bedenkzeit von 45 Minuten, plus 15 Sekunden pro Zug.

Matthias Gärtner, Vorstandsmitglied des 1916 gegründeten Schachklubs Heidenau, wird als Spieler dabei sein. „Wir spielen mit einer U 20-Jugendmannschaft und zwei Männer-Teams. Die jeweilige Heimmannschaft einer Paarung legt den Wochentag fest, Spielbeginn ist immer um 19.30 Uhr“, berichtet der 49-Jährige. „Die Aufstellung muss bis 15 Minuten vor Spielbeginn erfolgen. Dann sitzen alle vor ihrem Rechner oder Tablet, loggen sich ein und es geht los.“

Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale der jeweiligen Liga. Danach stehen das Halbfinale und das Finale an. Der Meister einer Liga hat bei einer Neuauflage der DSOL das Recht, dann eine Liga höher zu spielen, als es seiner Setzlistenposition normalerweise entspricht. Zudem erhält die Meister-Mannschaft einen repräsentativen Pokal, während Chess-Base diverse Preise zur Verfügung stellen wird.

Ulrich Krause, Präsident des Deutschen Schachbundes weiß um die Wichtigkeit des Internets für die Mitglieder. „Schach unterscheidet sich von anderen Sportarten darin, dass es fast ohne Modifikationen im Internet gespielt werden kann und dies hat uns 2020 maßgeblich geholfen. Auf allen Ebenen konnten wir uns über neue Turniere und Veranstaltungen im virtuellen Raum freuen – von den Deutschen Internetmeisterschaften bis zu vielfältigen und oft sehr kreativen virtuellen Angeboten der Schachvereine.“ Der Schachklub Heidenau hatte mit insgesamt 17 Teilnehmern das „1. Digitale Heidenauer Weihnachtsblitzturnier“ mit Erfolg durchgeführt.

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