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Pirna

SZ-Adventskalender: Pirna verteidigt sich ohne Waffe

Der Adventskalender der Stadt Pirna steht dieses Jahr unter dem Motto „Pirna bewegt sich“. Heute mit dem Karate-Verein Dojo Sakura Pirna.

Johanna Schäfer aus Lohmen mag die Kunst der Selbstverteidigung ohne Waffe. Die Karateka öffnet das 14. Türchen im SZ-Adventskalender.
Johanna Schäfer aus Lohmen mag die Kunst der Selbstverteidigung ohne Waffe. Die Karateka öffnet das 14. Türchen im SZ-Adventskalender. © Marko Förster

Jeden Tag bis Weihnachten öffnet sich nun wieder ein Türchen im SZ-Adventskalender, der gemeinsam mit der Stadt Pirna entstanden ist. Dieses Jahr geht es dabei sportlich zu. Die Adventskinder stehen jeweils für ihren Sportverein oder -klub.

Sächsische.de hat jeweils mit einem Vertreter der Vereine gesprochen. Heute ist fernöstlicher Kampfsport angesagt. Johanna Schäfer ist über ihre große Schwester zur Kunst der Selbstverteidigung gekommen. Ihr gefiel der Sport und so wollte sie ihn auch selbst ausprobieren. "Es machte ihr von Anfang Spaß", erzählt ihre Mutter. Inzwischen hat Johanna ihre gesamte Familie mit ihrer Begeisterung für Karate angesteckt. Mutter und Vater trainieren ebenfalls regelmäßig. "Ich habe festgestellt, dass dieser Sport nicht nur für Kinder gut ist", sagt Johannas Mutter. Auch sie profitiert von den positiven Auswirkungen der fernöstlichen Kampfkunst auf Geist und Körper. Warum Karate ein Sport für alle Altersklassen ist und was ihn darüber hinaus noch ausmacht, beantwortet Thomas Ullrich, 2. Vorsitzender des Vereins Karate Dojo Sakura Pirna.

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Was ist das Besondere an der Sportart Karate?

Karate bedeutet wörtlich aus der japanischen Sprache übersetzt: „leere Hand“. Gemeint ist damit die Selbstverteidigung ohne Waffen. Eingesetzt werden jedoch nicht nur die Hände, sondern alle Gliedmaßen. Es wird der ganze Körper trainiert. Karate bedeutet aber noch viel mehr, es formt deinen Charakter. Neben Ausdauer, Kraft und Körperkontrolle wird auch das Selbstvertrauen gestärkt. Wie bei den meisten Kampfkünsten gibt es auch im Karate ein sogenanntes Graduierungssystem. Es reicht vom Schüler, der einen farbigen Gürtel trägt bis zum Meister mit schwarzem Gürtel. Im Karate bekommst Du nach einer bestandenen Prüfung einen neuen Gürtel mit einer anderen Farbe. Als Anfänger trägst Du einen weißen Gürtel, danach folgen Gelb; Orange; Grün; Violett; Braun und Schwarz. Nach jeder Prüfung hat man also schon das nächste Ziel vor Augen.

Wer macht mit?

Karate ist eine lebensbegleitende Sportart, das heißt, dass du Karate dein Leben lang lernst. Diese Sportart kann bis ins hohe Alter trainiert werden. So trainieren Jung und Alt, Kinder und Erwachsene zusammen. In unserem Verein sind Männer wie Frauen, bei den Kindern sind zurzeit die Mädchen sogar in der Überzahl. Wir freuen uns natürlich über jedes neue Mitglied. Schade ist immer wieder, wenn Jugendliche durch Studium oder Beruf wegziehen und uns verlassen müssen.

Wie oft wird wo trainiert?

Wir trainieren zweimal in der Woche in einer Turnhalle. Wegen der derzeit geltenden Maßnahmen zur Reduzierung der Corona-Infektionen ist dies zurzeit leider nicht möglich. Wir bieten dafür Online-Training an und halten so unsere Mitglieder fit. Wer die Weißgurtprüfung bestanden hat, kann mit zu nationalen Lehrgängen kommen, welche unter Leitung unseres Bundestrainers, einem Japaner, durchgeführt werden. Viele Lehrgänge finden in Dresden, Löbau und Pirna statt. Natürlich gibt es auch Wettkämpfe, wo jeder Karateka sein Können unter Beweis stellen kann.

Sport verbindet. Trifft das auch für den Verein zu?

Karate verbindet durchaus. Vor und nach dem Training ist ausreichend Zeit, um sich zu unterhalten. Auch Partnertraining, was allen Spaß macht, schweißt zusammen. Untereinander hilft man sich und stachelt sich gegenseitig an, um z.B. die nächste Gürtelprüfung mit Bravour zu bestehen. Auch auf den Lehrgängen werden Freundschaften mit Karatekas anderer Vereine geknüpft, sodass man sich neben dem Training ebenso auf das Wiedersehen freut.

Welche Unternehmungen finden außerhalb des Trainings statt?

Außerhalb des Trainings machen wir jährlich ein Sommerevent und eine Weihnachtsfeier, an welchen auch die Eltern der Kinder oder die Partner der Erwachsenen teilnehmen können. Die Aktivitäten reichen von Wandern, Kegeln bis hin zum Klettern und Bouldern.

Wie kann man mitmachen? Was muss man als Voraussetzung mitbringen?

Mitmachen kann jeder, der Lust hat. Auch das Alter spielt keine große Rolle. Unser ältester Anfänger war 60 Jahre alt. Wir bieten ein Probetraining an, wo jeder ,reinschnuppern' kann. Für das Training genügt zunächst normale Sportkleidung. Trainingsschuhe werden nicht benötigt, da in traditioneller Weise barfuß trainiert wird. Vielleicht sehen wir uns bald…

Morgen lesen Sie auf Sächsische.de: Rasant durch den Eiskanal. Die nächste Tür im Adventskalender wird von einem kleinen und einem ganz großen Bobfahrer eröffnet.

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