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Torjägerin wartet auf ein Länderspiel

Bei der „Torjägerkanone für alle“ stand Fußballerin Annemarie Hörr aus Pirna auf dem ersten Platz – Corona bremste den Wettstreit aber aus.

Annemarie Hörr (rechts), stürmt jetzt für die Löbtauer Kickers und steht bei fünf Saisontoren.
Annemarie Hörr (rechts), stürmt jetzt für die Löbtauer Kickers und steht bei fünf Saisontoren. © Marko Förster

Nach der Saison 2019/20 sollte nicht nur in der Fußball-Bundesliga der offizielle Torschützenkönig gekürt werden. Im Rahmen der Aktion „Die Torjägerkanone für alle“ war geplant, bei den Männern die besten Torjäger von der 3. Liga bis zur 11. Liga sowie bei den Frauen die treffsichersten Spielerinnen bis zur 7. Liga offiziell nach dem Spieljahr entsprechend auszuzeichnen. Alle Siegerinnen und Sieger sollten anschließend zu einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft mit Rahmenprogramm eingeladen werden.

Der Abbruch der Meisterschaften 2019/20 aufgrund der Corona-Pandemie machte einen dicken Strich durch die Rechnung. „Die Folgen der Covid-19-Pandemie haben die Vergabe der Torjägerkanone unter gleichen Bedingungen unmöglich gemacht und das war absolut schade. Denn dieser Wettbewerb hat einmal mehr bewiesen, welche Zugkraft der Amateurfußball hier im Land besitzt“, sagt Dr. Rainer Koch, der 1. DFB-Vizepräsident. „Alle Beteiligten sind sich aber einig, dass wir an dieser Idee festhalten werden.“

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Bei den Frauen lag die Pirnaerin Annemarie Hörr in der 6. Liga auf Platz eins. Für die SpG Bad Schandau/Lohmen/Graupa hatte sie 75 Tore markiert. Inzwischen spielt Hörr für die Löbtauer Kickers und wartet bisher vergeblich auf eine Information der Macher, zu denen auch das Fachmagazin Kicker zählt. „Es ist schon enttäuschend, dass so eine Aktion groß angekündigt wird und dann alles im Sand verläuft“, sagt Hörr. Schließlich sollten die im deutschlandweiten Ranking führenden Stürmer und Stürmerinnen trotz des Saisonabbruchs nicht leer ausgehen. „Wir werden sie zu einem der nächsten Länderspiele einladen“, versprach Gerd Voss, Leiter Sportkommunikation bei Volkswagen, ebenfalls ein Förderer der „Torjägerkanone für alle“ damals.

Eine SZ-Rückfrage macht nun Annemarie Hörr und Co. wieder Hoffnung: „Wir haben immer noch vor, die Führenden zu einem Länderspiel mit ein wenig Programm einzuladen – auch um sie mit etwas Fußball-typischem zu belohnen. Leider ist uns dies aufgrund des Zuschauerverbots noch nicht erlaubt. Daher offen wir auf das nächste Frühjahr. Ist also nur aufgeschoben, nicht aufgehoben“, sagt Voss.

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