merken
PLUS Pirna

Lärmschutz für Pirnas Südumfahrung

Im Pirnaer Seidewitztal schützt künftig ein Wall die Anwohner vor dem Verkehrskrach. Nicht nur für sie gibt es besonderen Schutz.

Künftige Lärmschutzwand im Seidewitztal: Die ersten Elemente stehen schon.
Künftige Lärmschutzwand im Seidewitztal: Die ersten Elemente stehen schon. © Thomas Möckel

An der Pirnaer Südumfahrung haben die Bauleute begonnen, die ersten Lärmschutzwände zu errichten. An bestimmten Stellen der Trasse, die die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) seit 2017 bauen lässt, wird ein Wall dafür sorgen, dass die Anwohner künftig nicht vom Verkehrslärm beeinträchtigt werden. 

Nach Aussage von Ulrich Gawlas, Bauoberleiter der Südumfahrung, reicht die Lärmschutzwand von der Brücke über die Seidewitz bis zum Fledermaustunnel kurz hinter der Brücke über die Zehistaer Straße in Richtung Kohlbergtunnel. Errichtet wird der Wall nur auf jener Straßenseite, die zu den Wohnhäusern an der Zehistaer Straße zeigt. Auf der anderen Seite gibt es keinen besonderen Lärmschutz.

Anzeige
Lecker und jetzt "to go"
Lecker und jetzt "to go"

Die Kulinarischen Wochen in der Sächsischen Schweiz gehen auch im Lockdown weiter – allerdings mit neuem Konzept.

Für die Wand haben die Bauleute im Seidewitztal bereits die ersten Pfosten gesetzt. Dazwischen installieren sie später Elemente aus Beton, Kunststoff und Glas. Ab Oberkante Straße wird die Lärmschutzwand drei Meter hoch sein.

Blendschutz für Fledermäuse in Pirna

An anderen Stellen, auch speziell auf der Gottleubatal-Brücke, verzichten die Planer auf einen extra Lärmschutz. Zum einen tangiert die Trasse - außer im Seidewitztal - kaum bewohntes Gebiet. Zum anderen ist die Brücke übers Gottleubatal so hoch, dass der Schall der darüber rauschenden Autos kaum im Tal ankommt. Installiert wird dort aber beidseits ein Windschutz, der nicht ganz so hoch wie die Lärmschutzwand ist. Er soll verhindern, dass Windböen Fahrzeuge erfassen und aus der Spur bringen. 

Überdies errichten die Fachleute später an einigen Abschnitten Überflughilfen für Fledermäuse, unter anderem an der Ausfahrt vom Kohlbergtunnel zur Gottleubatal-Brücke. Sie leiten die Tiere in eine gewisse Höhe, damit sie nicht mit Autos kollidieren. 

Zudem ist an Stellen, wo die Fledermäuse tief fliegen, noch ein besonderer Blendschutz geplant, damit das Licht der Fahrzeuge die Nacht-Gleiter nicht irritiert. Als schnelle Flugachsen gibt es darüber hinaus zwei Fledermaustunnel - einen in Höhe des Lindigt-Gutes sowie einen hinter der Brücke über die Zehistaer Straße in Richtung Kohlbergtunnel. 

Die Pirnaer Südumfahrung, 3,8 Kilometer lang, wird künftig vom Pirnaer Autobahnzubringer bis zur Bundesstraße B172 auf dem Sonnenstein führen. Die Strecke soll 2023 fertig sein.

Mehr Nachrichten aus Pirna lesen Sie hier. 

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen. 

Mehr zum Thema Pirna