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Tierheim bleibt für Besucher geschlossen

Jetzt ist wieder Corona schuld. Davor verursachte ein anderes Virus die Schließung der Einrichtung in Pirna.

Für den Besucherverkehr bleibt das Tierheim Pirna geschlossen.
Für den Besucherverkehr bleibt das Tierheim Pirna geschlossen. © Marko Förster

So richtig in Schwung kommt das Tierheim in Pirna nicht. Bereits seit dem 26. September ist die Einrichtung in Krietzschwitz für den normalen Besucherverkehr geschlossen. Mehrere Katzen litten unter Katzenschnupfen. "Außerdem ist Husten bei einigen Hunden aufgetreten. Die Viren sollten sich nicht verbreiten", begründete Kerstin Löbel damals diese Maßnahme. Sie ist Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins Pirna und Umgebung, dem Träger der Einrichtung.

Eigentlich wollte das Tierheim Pirna Ende Oktober wieder regulär öffnen, doch dann kam der neue Shutdown aufgrund der stark angestiegenen Corona-Zahlen. "Deshalb bleibt das Tierheim für die Besucher weiterhin geschlossen", sagt  Vereinsvorsitzende  Regina Walther.

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Es finden aber nach telefonischer Absprache Termine zum Kennenlernen von Tieren statt. Die Mitarbeiter beraten die Interessenten auch telefonisch. Fundtiere werden weiterhin angenommen.  Gassi-Geher dürfen nach wie vor die Tiere ausführen. Jedoch werden ihnen die Hunde draußen auf dem Gelände übergeben, sodass sie die Einrichtung nicht betreten müssen. Bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr schloss das Tierheim seine Türen für den öffentlichen Besucherverkehr. Dennoch konnten damals zahlreiche Tiere erfolgreich vermittelt werden.

Meerschweinchen vor dem Heim anonym ausgesetzt

Unschön: Vor wenigen Tagen haben Unbekannte sechs Meerschweinchen in einer Box vor dem Tierheim ausgesetzt. "Wir fanden sie vor dem Haus abgestellt vor, als wir Feierabend machen wollten", berichtet Walther. Es ist leider nicht das erste Mal, dass sich Besitzer ihrer Haustiere auf solche hässliche Weise entledigen. Unbekannte hatten vor einiger Zeit eine Terrierhündin in der Nacht an der Pforte im Eingangsbereich des Tierheimes angeleint. Zwar trug die Hündin ein Halsband, aber es gab damals keinen Hinweis auf den Besitzer.

Eine Tierheimmitarbeiterin vermutet, dass die Besitzer auf diesem Weg die Aufnahmegebühr für die Hündin sparen wollen. Je nach Alter des Tieres beträgt diese  160 bis 214 Euro. Die Angestellte hat kein Verständnis für solch ein Verhalten. „Ich persönlich finde, es ist eine ganz große Sauerei, seinen Hund auf diese Weise bei uns abzugeben. Es gibt immer eine Möglichkeit, mit uns zu reden, wenn es finanziell bei dem Tierbesitzer hapert“, betont sie. Die Fundtierzeit beträgt drei Wochen, danach werden die Tiere vermittelt.

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