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Pirna: Schwerer Kletterunfall am Schloss Sonnenstein

Ein Mann steigt die Mauer der Bastionen empor und stürzt dann mehrere Meter ab. Er wird lebensgefährlich verletzt.

Die Retter bergen den Schwerverletzten unterhalb des Schlosses.
Die Retter bergen den Schwerverletzten unterhalb des Schlosses. © Marko Förster

Pirna. Ein 38-jähriger Mann ist am Sonntagabend bei einem Kletterunfall in Pirna verunglückt. Er kletterte unterhalb des Schlosses Pirna Sonnenstein eine mehr als 16 Meter hohe Mauer der Bastionen empor. Dabei waren noch zwei Jugendliche, die ihn offenbar unterstützten und wohl folgen sollten. Der Mann hatte eine Kletterausrüstung bei sich, einen Gurt um, ein Seil dabei. Der Kletterer legte nach den ersten Metern eine Sicherung. In etwa sieben bis acht Metern Höhe befestigte er dazu einen Haken mit Schlinge. Nachdem der Mann rund ein Drittel der Mauer erklommen hatte, löste sich die Sicherung und er stürzte ab und schlug hart auf den unterhalb liegenden Canalettoweg auf. Dabei zog er sich lebensgefährliche Verletzungen zu.

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Seine beiden Begleiter riefen den Rettungsdienst. Mitarbeiter vom DRK Pirna samt Notarzt eilten zur Unglücksstelle und versorgten den Verunglückten zunächst vor Ort. Der Notarzt versetzte den Mann ins künstliche Koma. Wenig später wurden die Feuerwehrleute der Hauptwache Pirna sowie der Freiwilligen Feuerwehr Pirna-Altstadt hinzugezogen. Sie unterstützen den Rettungsdienst und trugen den Mann zum Rettungswagen. Der Verunglückte wurde auf dem schnellsten Weg ins Klinikum gefahren, dort mehrere Stunden operiert. Vor Ort war ebenfalls die Polizei vom Revier Pirna mit zwei Beamten.

An dieser Mauer scheiterte der Kletterversuch.
An dieser Mauer scheiterte der Kletterversuch. © Daniel Förster

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Wahrscheinlich hatte der Verunglückte vor seiner Klettertour Alkohol getrunken. Am Unglücksort fand sich neben der Kletterausrüstung auch eine Bierflasche. Warum der Mann ausgerechnet die Mauer der Bastion vom Schloss Sonnenstein erklimmen wollte, ist bislang unklar. Möglicherweise wollte er mit dem Jungen einen Geocach an der Festungsmauer erreichen. Ein derartiges GPS-Gipfelbuch bzw. Versteck ist dort in 15 Metern Höhe angebracht. Die Polizei ermittelt.

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