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Superblitzer macht Kreis SOE reich

35.552 Fotos bringen rund eine Million Euro. Dieses Jahr soll es dank eines zweiten Gerätes noch mehr werden.

Von Heike Sabel
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Hier auf der S172 in Heidenau hat der Superblitzer besonders oft im vergangenen Jahr gestanden.
Hier auf der S172 in Heidenau hat der Superblitzer besonders oft im vergangenen Jahr gestanden. © Daniel Schäfer

Der Superblitzer ist der Supermitarbeiter des Landkreises SOE im vergangenen Jahr: An 324 Tagen hat er rund eine Million Euro erarbeitet. In seinem ersten kompletten Jahr stand er in 13 Kommunen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge an verschiedenen Stellen. Das waren:

  • zwischen Kesselsdorf und Grumbach
  • Struppen Siedlung
  • Heidenau
  • Welschhufe
  • Neustadt
  • Langenwolmsdorf
  • Berggießhübel
  • Postelwitz
  • Helmsdorf
  • Dobra
  • Cotta A
  • Bannewitz
  • Sebnitz

Am häufigsten kam er zwischen Kesselsdorf und Grumbach, in Heidenau und Langenwolmsdorf zum Einsatz. In Langenwolmsdorf war auch der schnellste Fahrer unterwegs. Er hatte es auf 136 km/h bei erlaubten 50 km/h gebracht. Insgesamt machte es beim Superblitzer voriges Jahr 35.552-mal klick. Das sind im Schnitt fast 110 Mal pro Einsatztag. Etwa ein Drittel der Temposünder erwischte es in Heidenau.

Ein Vergleich mit 2020 ist nicht möglich, da er da erst gekauft und am 15. Dezember erstmals in Berggießhübel eingesetzt worden war. Aber immerhin hatte er es in den 16 Tagen bis zum Jahresende auch auf 672 Raserfotos gebracht.

Vor allem in der ersten Zeit wurde der Blitzer mehrfach beschädigt und musste repariert werden. Die sechs Vorfälle hatten 14 Ausfalltage sowie rund 4.000 Euro Gesamtschaden zur Folge, teilt das Landratsamt mit.

Zwei neue Blitzer in diesem Jahr

Der Superblitzer soll dieses Jahr Verstärkung bekommen. Das Landratsamt plant den Kauf eines weiteren Superblitzers. Er kostet laut Angaben der Hersteller zwischen 120.000 und 150.000 Euro, konkrete Angaben macht das Landratsamt nicht. Aber bei der einen Million Euro, die der erste schon einbrachte, ist nicht nur er bereits abbezahlt. Außerdem plant der Landkreis, einen weiteren stationären Blitzer zu errichten. Wo verrät das Landratsamt noch nicht.

Nicht nur deshalb werden aber die Einnahmen aus der Tempoüberwachung aller Voraussicht nach steigen. Im vergangenen Herbst trat ein neuer Bußgeldkatalog in Kraft. Demnach werden die Verwarnungsgelder (bis zu 20 km/h zu viel) glatt verdoppelt. 10 km/h zu viel in der Stadt kosten 30 Euro statt 15 Euro; 11 bis 15 km/h zu viel 50 Euro (früher 25 Euro) und 16 bis 20 km/h zu viel 70 Euro (früher 35 Euro). Außerorts verdoppeln sich die Strafen auf 20, 40 und 60 Euro. Auch die Bußgelder steigen und einen Punkt in Flensburg gibt es schon ab 21 km/h zu viel.