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Gottleuba: Holperpiste als A17-Zubringer

Als die Autobahn gebaut wurde, sollte eine Ortsumgehung entstehen. Damals wie heute gibt es aber ein Problem.

So sieht die Kreisstraße zwischen Breitenau und Oelsen aus.
So sieht die Kreisstraße zwischen Breitenau und Oelsen aus. © Egbert Kamprath

Es ist eine Kreisstraße - und noch dazu die Zufahrt zur Autobahn, doch sie verdient weder die Bezeichnung Straße, noch macht sie der Bezeichnung Autobahnzubringer Ehre. Dieter Wolf aus Dohna ist nicht der Einzige, der den schlechten Zustand der Straße zwischen Breitenau und Oelsen kritisiert.

Vielleicht wäre die Straße längst in Vergessenheit geraten, wenn, wie beim Bau der A17 vorgesehen, die Ortsumfahrung Hartmannsbach gebaut worden wäre. Doch die gibt es nach wie vor nicht, und die Holperpiste löst sich nach und nach ganz auf. Was die Sache nicht leichter macht, ist der Fakt, dass der Landkreis ebenso wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr einbezogen sind. Der Kreis kümmert sich um die eigentliche Straße, das Land um die Ortsumgehung. Zumindest für die Straße gibt es nun einen klitzekleinen Fortschritt.

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Kein Geld für Ausbau

Die auf der Straße befindliche Brücke ist wie die Straße in einem schlechten Zustand und musste in ihrer Belastung schon auf 16 Tonnen begrenzt werden. Der Landkreis hat die Planung eines Neubaus der Brücke in Auftrag gegeben. Die befindet sich in der Phase der Voruntersuchung.

Das ist die vorsichtig positiv stimmende Information. Doch wann die Brücke wirklich gebaut wird, ist völlig offen. Was aber zumindest das Landesamt für Straßenbau und Verkehr schon weiß, ist, dass der Verkehr während der Bauzeit voraussichtlich über eine einspurige Behelfsbrücke geführt werden soll.

Bis dahin wird weiter geflickschustert, um die Straße halbwegs befahrbar zu halten. Geld für einen grundhaften Ausbau hat der Landkreis aktuell nicht, sagt die zuständige Amtsleiterin Martina Aurisch.

Alternative: Abfahrt Bahretal

Was die Ortsumfahrung bzw. die Verlegung der S174 betrifft, so hat der Freistaat die schon vor einigen Jahren gestrichen. Im inzwischen schon bis 2030 fortgeschriebenen Landesverkehrsplan fehlte sie bereits im Plan, der bis 2025 reichte. Damit gab es für das Landesamt für Straßenbau und Verkehr auch nichts mehr zu planen, teilt die Behörde mit.

Alternativ zur Ortsumgehung wurde ein Ausbau der Ortsdurchfahrt Hartmannsbach inklusive eines Gehweges und der Entwässerung geprüft. Doch über Abstimmungen mit der Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel kam man damals nicht hinaus, denn die Stadt konnte ihren Teil an der Finanzierung nicht zusichern, sagt die Landesbehörde. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. 2011/12 wurde zwar mal an der Straßendecke gearbeitet, doch das ist nun auch wieder zehn Jahre her, und das ist der Straße anzumerken.

Wer sich also auf das Navi verlässt, holpert von der Autobahn nach Bad Gottleuba wahrscheinlich noch einige Jahre über die immer mehr bröckelnde Straße Breitenau -Oelsen. Wer sich auskennt und schneller und sicherer nach Bad Gottleuba will, fährt an der Anschlussstelle Bahretal ab und über Cotta und Berggießhübel nach Gottleuba.

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