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Struppen stöhnt über mehr Verkehr

Wegen Bauarbeiten ist die B172 bei Leupoldishain gesperrt. Es gibt eine offizielle Umleitung. Beliebter ist jedoch eine andere - auf Kosten von Struppen.

Die löchrige S 168 durch Struppen wird im Moment noch mehr befahren als sonst.
Die löchrige S 168 durch Struppen wird im Moment noch mehr befahren als sonst. © Daniel Schäfer

Der Baustellenmarathon zwischen Pirna und Königstein kostet nicht nur die Pendler Nerven. Auch die Anwohner von Struppen sind zunehmend genervt von der Situation. Denn wegen der Vollsperrung zwischen Struppen-Siedlung und dem Kreisverkehr bei Leupoldishain rollen jetzt deutlich mehr Fahrzeuge durch Struppen. Das machte Bürgermeister Rainer Schuhmann (CDU) in der letzten Gemeinderatssitzung deutlich. "Der Verkehr hat spürbar zugenommen", klagte er.

© SZ Grafik

Und das, obwohl die offizielle Umleitung gar nicht direkt durch Struppen führt. Normalerweise soll der Verkehr von Pirna-Krietzschwitz aus in Richtung Rosenthal-Bielatal, über Leupoldishain bis nach Struppen-Siedlung umgeleitet werden. Hier kreuzen die Kraftfahrer die B172 und werden an Struppen vorbei wieder auf die B172 geführt, nahe der Zufahrt zur Festung Königstein.

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Zickzack-Kurs wird gemieden

Auf diesen Zickzack-Kurs scheinen sich jedoch nur Auswärtige zu begeben, die sich vor Ort nicht gut auskennen. Der Großteil der Verkehrsteilnehmer weicht stattdessen auf andere Strecken aus, die zudem kürzer sind, vermutet Schuhmann. Auf dem Pirnaer Sonnenstein biegen viele bereits direkt nach Struppen ab und nehmen die holprige Ortsdurchfahrt in Kauf, um schnurstracks bis zur B172 zu kommen. Andere biegen in Pirna-Krietzschwitz über die Südstraße nach Struppen. Dort bündelt sich dann der Verkehr.

Viel tun könne man nicht dagegen, machte Bürgermeister Schuhmann deutlich. Jeder könne selbst entscheiden, wo er entlang fahre. Bis voraussichtlich 5. Dezember soll die B172 gesperrt bleiben. In dieser Zeit bekommt die Bundesstraße eine neue Asphaltschicht. Zwischen Struppen-Siedlung und dem Kreisverkehr, sowie zwischen dem Kreisverkehr und der Festungszufahrt wurden die Asphaltdecken bereits erneuert. Nun folgt der Kreisel. Er muss dafür vom 16. bis voraussichtlich 21. November gesperrt werden. 

Bei dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen hat Struppens Bürgermeister den schlechten Zustand der Hauptstraße im Hinterkopf. Die S168 leide nun noch mehr. Die Kommune kämpft seit über 20 Jahren dafür, dass die zwei Kilometer lange Ortsdurchfahrt saniert und ausgebaut wird. Langsam kommt Bewegung in das Thema. Anfang des Jahres wurde ein Entwurf zur Sanierung vorgestellt. Ein konkreter Baustart ist jedoch noch offen. Zuvor soll der Abschnitt der S168 vom Ortsausgang Pirna-Sonnenstein bis Struppen ausgebaut werden soll. Hier ist ein neuer Radweg geplant. Danach soll die Ortsdurchfahrt drankommen. Die Sanierung der Trasse wird rund zwölf Millionen Euro kosten. 

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