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Südumfahrung: Endspurt an den Pfeilern

Im Pirnaer Gottleubatal ragen nun fast alle Stützen für die Brücke sichtbar empor. Bald schon tragen sie eine große Last.

In Reih und Glied: die Brückenpfeiler im Pirnaer Gottleubatal.
In Reih und Glied: die Brückenpfeiler im Pirnaer Gottleubatal. © Thomas Möckel

Wer derzeit die Rottwerndorfer Straße in Pirna entlang fährt, kann schon gut erkennen, welch großes Bauwerk einmal das Gottleubatal überspannen wird: eine 916 Meter lange Brücke, Teil der Pirnaer Südumfahrung, die die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) zurzeit errichten lässt.

Weithin sichtbar ragt inzwischen ein Großteil der Pfeiler empor, sie stehen in Reih und Glied und werden einmal eine große Last tragen. Die Brücke ist bis zu 70 Meter hoch, allein die Stahlkonstruktion wiegt 4.000 Tonnen.

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Die Pfeiler sind in den Plänen nummeriert, das Widerlager am Kohlberg ist die Nummer 10, in Richtung Viehleite folgen die Stützen 20 bis 90, das Widerlager am Sonnenstein ist die Nummer 100. Die Pfeiler 20 bis 40 stehen westlich, die anderen östlich der Rottwerndorfer Straße.

Der größte Pfeiler ist fast 70 Meter hoch

Nach Aussage von Ulrich Gawlas, Bauoberleiter der Südumfahrung, wird derzeit an fast allen Pfeilern gearbeitet. In der Viehleite ziehen die Arbeiter gerade Pfeiler 80 hoch, an seinem Nachbar 90 fehlt nur noch der Pfeilerkopf, der in Kürze fertig wird.

Ebenso arbeiten die Bauleute an Pfeiler 30 und 40, der Bau von Pfeiler 20 am Kohlberg soll noch vor Weihnachten beginnen. Andere Pfeiler, wie 50 60 und 70, sind nahezu fertig, Pfeiler 70 wird mit fast 70 Meter der höchste sein.

Betoniert werden die Pfeiler in sogenannten Schüssen, ein Schuss ist zwischen vier und fünf Meter hoch. Ist ein Schuss fertig und ausgehärtet, ziehen die Arbeiter die spezielle Schalung nach oben und setzen dort ihre Arbeiten fort. Das Material fließt ausschließlich von unten in die Form, die Betonpumpen reichen bis in eine Höhe von über 60 Meter.

Ab 2021 gleitet die Brücke übers Tal

Hinsichtlich der Form wählten Architekten und Planer ein eher filigrane Variante. Die Grundfläche der Pfeiler misst unten vier mal sechs Meter, in der Mitte werden die Stützen schmaler, oben dann wieder breiter. Auf diese Weise soll das Bauwerk im Gottleubatal nicht zu klobig wirken.

Im kommenden Jahr soll dann die Brücke vom Sonnenstein aus über die Pfeiler verschoben werden. Der Verschub in Richtung Kohlberg dauert voraussichtlich anderthalb Jahre. Die Südumfahrung insgesamt soll 2023 fertig sein.

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