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Pirna

Welchen Stellenwert haben Pirnas Radfahrer?

Das Rathaus plant am 28. September eine Tour mit Radfahrern. Sie soll helfen, Schwachstellen im Radverkehrsnetz aufzuspüren.

Radfahrer auf der Straße von Bonnewitz nach Graupa, wo ein Fuß- und Radweg fehlt: Wo lässt sich im Radverkehrsnetz noch was verbessern?
Radfahrer auf der Straße von Bonnewitz nach Graupa, wo ein Fuß- und Radweg fehlt: Wo lässt sich im Radverkehrsnetz noch was verbessern? © Daniel Schäfer

Die Stadt Pirna will gemeinsam mit Radfahrern ergründen, wo in der Stadt noch Schwachpunkte und somit Handlungsbedarf am Radverkehrsnetz besteht.

Aus diesem Anlass plant das Rathaus am 28. September gemeinsam mit Radlern eine Radtour auf ausgewählten Routen. Los geht es 15 Uhr.

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Treffpunkt ist höchstwahrscheinlich auf dem Markt. Melden sich aber viele Radler an, kann sich das noch ändern. Denn bei großem Andrang wird die Ausfahrt möglicherweise in eine links- und ein rechtselbische Tour aufgeteilt. Der jeweilige Treffpunkt wird den Radlern dann rechtzeitig mitgeteilt.

Denn all jene, die mitradeln wollen, müssen sich zuvor zwingend per Mail unter [email protected] anmelden. Bei der Tour werden dann an bestimmten Orten weitere Handlungsansätze diskutiert.

Zu viele nehmen noch das Auto

Der Hintergrund: Pirnas Verkehrsentwicklungsplan wird derzeit aktualisiert. Nachdem sich bereits Anfang 2021 insgesamt 330 Bürger an der Online-Umfrage zum Verkehrsgeschehen beteiligten und danach laut des Rathauses jeder einzelne Hinweis bewertet und eingearbeitet wurde, geht die Beteiligung nun in die nächste Runde.

Dabei soll nun der Radverkehr im Vordergrund stehen, bei dem die allermeisten Bürger bei der zukünftigen Verkehrsentwicklung noch großen Handlungsbedarf sehen.

Bestätigt wird das durch die Ergebnisse der regelmäßig alle fünf Jahre von der TU Dresden initiierten Untersuchungen zum Mobilitätsverhalten.

Demnach werden in Pirna fast 50 Prozent der Wege in einer Entfernung von ein bis drei Kilometern mit dem Auto zurückgelegt, in der Entfernung von über drei bis fünf Kilometern sind es sogar fast zwei Drittel – dabei ist das doch eigentlich eine klassische Radfahrentfernung.

Neue Radtrassen in Sicht

Die zeitlich absehbare Fertigstellung der Südumfahrung wird jedoch künftig die Innenstadt vom Autoverkehr entlasten. Und in Verbindung mit dem Kauf der ehemaligen Bahntrassen im Gottleuba- und Seidewitztal bieten sich laut der Stadt Möglichkeiten, die Bedingungen zum Radfahren in Pirna zu verbessern.

Innerhalb des Aktionszeitraums des Stadtradelns 2021 soll deshalb die Bürgerbeteiligung mit dem Schwerpunktthema Radverkehr weiter fortgesetzt werden. Hierzu ist die besagte Radtour vorgesehen.

Aktuelle Ergebnisse und Neuigkeiten zum derzeitigen Planungsstand des Verkehrsentwicklungsplanes 2030 finden sich auf www.pirna.de/verkehrsentwicklung.

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