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Wer zündelt am Badesee Birkwitz?

Betreiber Jürgen Dipp schaut auf die Saison zurück. Nicht alles lief in der der beliebten Badeanlage rund.

Jürgen Dipp ist Mitbetreiber des Badesees in Birkwitz. Nicht alles in der Saison ist gut gelaufen.
Jürgen Dipp ist Mitbetreiber des Badesees in Birkwitz. Nicht alles in der Saison ist gut gelaufen. © Daniel Schäfer

Ruhig liegt der Badesee Birkwitz in der morgendlichen Septembersonne. Die Saison ist vorbei. Jürgen Dipp, der zusammen mit Maik Pohle seit vielen Jahren die Anlage betreibt, schaut mit gemischten Gefühlen auf die vergangene Saison zurück.

Was ihn besonders ärgert, sind die Zündeleien am Badesee. Auch in diesem Sommer haben Unbekannte wieder in den Abend-und Nachtstunden Lagerfeuer auf dem Gelände, aber auch auf den angrenzenden Arealen der Kieswerke Borsberg sowie des Anglervereins, entfacht. "Einmal musste sogar die Feuerwehr gerufen werden", sagt Dipp. Aufgrund der großen Trockenheit könne ein Funken schnell einen Flächenbrand auslösen. Von einem Dummejungenstreich möchte er deshalb nicht reden. Wenn ein Lagerfeuer entdeckt wird, rufen oftmals besorgte  Anwohner bei ihm an. "Egal, ob das Feuer auf unserem oder auf den angrenzenden Arealen entzündet worden ist. Für die meisten sind wir der See", sagt Dipp. Ist die Security der Anlage noch vor Ort, schickt Dipp die Mitarbeiter hin, die dann auf das Löschen der Feuerstelle bestehen. In dieser Saison ist das rund zehnmal vorgekommen. "Wir mussten auch schon die Polizei hinzurufen", berichtet der Betreiber. Wer erwischt wird, bekommt Hausverbot auf dem Badegelände.

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Ärger mit Wildschweinen

Nicht nur die zweibeinigen Zündler machen Jürgen Dipp Sorgen. Auch auf einige  Vierbeiner ist er nicht gut zu sprechen. Ganz offensichtlich haben Wildschweine die Anlage für sich entdeckt und richteten großen Schaden an. Über 1.000 Quadratmeter Rasenfläche wühlten die Schwarzkittel in dieser Saison auf dem hinteren Parkplatz um. 500 Quadratmeter waren es am Hundestrand. "Die sind ja so frech, die kommen mittlerweile auch am Tage", ärgert sich Dipp, der den wirtschaftlichen Schaden auf rund 600 Euro einschätzt. Der hintere Parkplatz wird derzeit geebnet, weil hier noch eine Veranstaltung stattfindet. An den Hundestrand will Dipp kurz vor Saisonbeginn im nächsten Frühjahr rangehen. Auf die Frage, wie er die Anlage künftig vor unliebsamen Besuch aus den Wäldern schützen kann, zuckt Jürgen Dipp mit seinen Schultern. "Wir befinden uns hier im Außenbereich. Für jeden Pfosten, den ich einschlagen würde, brauche ich eine Genehmigung." Deshalb sei ein starker Zaun keine Option.

Yoga auf dem Wasser ist der Hit

Aber der Unternehmer will nicht nur klagen. Mit den Besucherzahlen ist er überaus zufrieden. Die Saison habe sich nach einem schwachen Start sehr gut entwickelt. "Besonders die Monate Juli und September waren super", erklärt Dipp. Auch seien die Besucher sehr diszipliniert gewesen und hätten sich an die Corona-Abstandsregeln bei dem Imbiss und Kiosk gehalten. Leider waren nicht alle Pkw-Besitzer so diszipliniert. Erneut haben zahlreiche Badegäste illegal an den Straßenrändern im Dorf geparkt. "Trotz ausreichender Parkplatzkapazitäten. Einige sind einfach nicht bereit, die Parkplatzgebühr zu zahlen, obwohl wir sie nicht erhöht haben und ja auch die Betriebskosten wieder reinbekommen müssen", sagt Dipp, der in diesem Zusammenhang nochmals betont, dass kein Eintritt für den Badesee erhoben wird.

Gut angenommen wurde das Angebot der Stand-up-Paddles. Die Volkshochschule Dresden bietet seit dieser Saison Yoga auf dem Wasser auf solchen Sportgeräten an. "Diese Kooperation wollen wir ausbauen", sagt Dipp. Außerdem wird im kommenden Jahr der Bootssteg erneuert und alle fünf Tretboote erhalten eine Generalüberholung.

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