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SOE: Wer pflückt die Äpfel und was kosten sie

Die Ernte hat begonnen. Große und nicht so süße Früchte gibt es dieses Jahr. Man bekommt sie in vielen Hofläden zu unterschiedlichen Preisen.

Krystyna Krötsch (l.) und Ivana Perkowska pflücken in Borthen Äpfel der frühen Sorte Elstar.
Krystyna Krötsch (l.) und Ivana Perkowska pflücken in Borthen Äpfel der frühen Sorte Elstar. © Daniel Schäfer

Es ist schon wieder losgegangen. Die Elstar-Äpfel werden seit voriger Woche geerntet. Er steht an vierter Stelle auf der sächsischen Apfelmengenliste, die nach wie vor der Gala-Apfel anführt. Bei den Obstbauern wird jetzt von früh bis abends geerntet. Und das ist nach wie vor harte Arbeit. Dieses Jahr besonders. Denn die Früchte sind groß, aber nicht so süß.

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Für das Pflücken werden nach wie vor ausländische Arbeitskräfte gebraucht. "Es ist nicht einfach, die ausreichende Zahl zu rekrutieren", sagt Udo Jentzsch, Geschäftsführer des Landesverbandes Sächsisches Obst. Viele Rumänen, die bisher zum Ernten kamen, gehen auch nach Italien. Die Gründe: weniger Bürokratie, einfacheres Handling, ähnlicher Verdienst und sie können dort länger zu besseren politischen und sozialversicherungstechnischen Rahmenbedingungen arbeiten, sagt Jentzsch.

Hier können Äpfel im Landkreis selbst gepflückt werden: (Auswahl)

Weitere Obstbauern im Landkreis finden Sie auf der Internetseite des Verbandes.

Für die, die dennoch nach wie vor in die hiesigen Plantagen zum Ernten kommen, steht eine andere Frage: Was wird mit Corona und möglichen Quarantäne-Maßnahmen? Entsprechende Quartiere werden bereitgehalten, sagt Jentzsch. "Noch ist ja erst Anreise." Landrat Michael Geisler (CDU) hatte bei der offiziellen Eröffnung der diesjährigen sächsischen Apfelsaison den Obstbauern versprochen: "Sie werden arbeiten können." So ist aktuell die größte Sorge die um das Wetter, vor allem um Sturm und Hagel, die die Früchte kaputt machen könnten. Deshalb zählt jeder Tag. Was runter von den Bäumen ist, ist sicher.

Das kosten die Äpfel dieses Jahr: (Auswahl)

Hofladen Gut Gamig: Belia kostet 3,15 Euro das Kilogramm, ab 20. September kommt die Sorte Resi für den gleichen Preis dazu

Hofladen Obsthof Griesbach, Dorfplatz Borthen: Gala und Elstar, jeweils 1,40 Euro pro Kilogramm

Obstgut Jentzsch, Bosewitz: alle Sorten 1,50 Euro pro Kilogramm

Obstfarm Pietzsch & Winkler, Kreischa-Saida, Zur Quelle: über zehn Sorten, alle pro Kilogramm 1,70 Euro

Kaufland: aktuell sind italienische Äpfel im Angebot, drei Kilogramm für 3,99 Euro, was einem Kilopreis von 1,33 Euro entspricht

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Beim Ernten hat ein Trend zugelegt. So wie auch bei allen anderen Obstsorten, die zum Selbstpflücken angeboten werden, ist auch der Anteil bei den Äpfeln gestiegen. Der Anteil der Äpfel, die auf diesem Weg vom Baum kommen, hat sich in den vergangenen fünf Jahren etwa verdoppelt, sagt Jentzsch. Wobei der große Anstieg in den ersten zwei Jahren war, seit etwa drei Jahren sei er konstant.

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