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Der Brückenbau zu Dohna

Erst dauerte es ewig, dann gab es Verzögerungen, nun geht es recht flott. Schon bald kann die Müglitz an einer weiteren Stelle gequert werden.

Kommt eine Brücke "geflogen". Seit Sonnabend hat Dohna seine neue alte Müglitz-Querung.
Kommt eine Brücke "geflogen". Seit Sonnabend hat Dohna seine neue alte Müglitz-Querung. © Marko Förster

Es war Millimeterarbeit. Am Sonnabendmittag wurde der 75 Tonnen schwere Brückenkoloss an seinen Platz gehievt. Dorthin, wo am Ufer der Müglitz in Dohna zwischen Pestalozzi- und Müglitztalstraße alles für das riesige Betonteil vorbereitet war. Am rechten Ufer wurde das alte Widerlager verwendet, musste jedoch verstärkt werden. 25 Meter lang und 2,50 Meter breit verbindet die Brücke nun beide Seiten. So wie es schon einmal war, bis die sogenannte Liesche-Brücke nach den Schäden des Jahrhunderthochwassers vom August 2002 abgerissen wurde. 

So viele Jahre war Dohna ohne sie ausgekommen und wurde darüber diskutiert, ob sie gebraucht wird oder nicht. Immerhin gibt es flussauf- und flussabwärts in nur wenigen Metern Entfernung weitere Brücken. Das war ein Grund, weshalb vor acht Jahren der Versuch von Bürgermeister Ralf Müller (CDU) scheiterte, ein Provisorium zu bauen. Außerdem lehrt die  Erfahrung, ein Provisorium ist oft für die Ewigkeit - und kostet auch viel Geld. Klar war immer, dass es nur eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer werden würde. Die Radfahrer spielen dabei eine besondere Rolle.

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Beschleunigung der Radwegpläne

Zwar können sie auch die anderen Brücken nutzen, doch für die offizielle Ausweisung des Radweges ist diese Brücke notwendig. Das war immer das Hauptargument von Müller, in der Hoffnung, dass es die sächsischen Radwegpläne im Müglitztal und überregional beschleunigt. Die bisherige Route über die Dresdner Straße entspricht nicht den Anforderungen, weil sie, wie die anderen, zu schmal für einen ausgewiesenen Radweg ist. Deshalb ist die neue Brücke Radfahrern und Fußgängern vorbehalten, die Autos haben ausreichend Möglichkeiten zum Queren des Flusses. Die Brücke ist keine architektonische Besonderheit, kostet aber trotzdem knapp 400.000 Euro, wovon der Freistaat an Dohna aber rund 90 Prozent zahlt. 

So vergingen die Jahre, und es wurde im Stadtrat über Sinn und Unsinn der Brücke, ihre Form und ihre Kosten gestritten. Der Streit ist vielleicht nicht beigelegt, doch die Brücke steht nun vor ihrer Fertigstellung. In den nächsten Wochen sollen die  Geländer angebracht und die Bereiche auf beiden Seiten gestaltet werden. Voraussichtlich im November wird sie freigegeben. Nach dem Baubeginn hatte es kurz Verzögerungen gegeben. Damals wurde auf die Lager für den Überbau gewartet, zudem mussten Aushärtezeiten eingehalten werden.

Die Müglitztalstraße ist im Bereich der Brücke nach wie vor halbseitig gesperrt, es steht eine  Ampel. Zwischen Freitagabend und Sonnabend war sie wegen des Einhebens der Brücke voll gesperrt. 

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